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Die französische Forschung im Kampf gegen die #Covid-19-#Pandemie

Zur Bewältigung der Covid-19-Krise stützt sich Frankreich auf seine renommierten Universitäten und Forschungsnetzwerke, wie die Allianz für Biowissenschaften und Gesundheit (AVIESAN) oder das Institut Pasteur. Dank REACTing – die im Falle einer Epidemie vom INSERM koordinierte reaktive Einheit der französischen Forschung – konnten bereits zahlreiche Forscherteams sehr schnell mobilisiert werden. So hat REACTing bereits 8 Millionen Euro für 20 ausgewählte Initiativen bereitgestellt, darunter eine internationale Initiative am Pasteur-Institut in Kambodscha.

Die französische Forschung im Kampf gegen die #Covid-19-#Pandemie

Am 19. März 2020 kündigten der französische Staatspräsident und die Ministerin für Hochschulen, Forschung und Innovation einen zusätzlichen Soforthilfefonds in Höhe von 50 Millionen Euro an. Dieser kommt sehr unterschiedlichen Bereichen wie therapeutischen Lösungen, Prävention, der Übertragung vom Tier auf den Menschen oder der Modellierung der Epidemie zugute.

Die Forschung ist ein Grundpfeiler der Gesellschaft. Die Regierung hat deshalb zusätzlich 1 Milliarde Euro für die Forschung zu den großen Herausforderungen in globalen Gesundheitsfragen und den Biowissenschaften angekündigt. Ferner hat sie einen Plan für Forschungsinvestitionen im Allgemeinen präsentiert. So sollen die jährlichen Zuwendungen für die Forschung schrittweise erhöht werden: 2030 wird sie jährlich über fünf Milliarden Euro zusätzlich im Vergleich zu heute verfügen. Innerhalb von zehn Jahren werden somit 25 Milliarden Euro in die öffentliche französische Forschung fließen. Die Gelder sollen u.a. dazu dienen, die Gehälter der Forscher zu verbessern und die Zahl der Promotionsverträge zu erhöhen.

Frankreich übernimmt bei klinischen Studien eine Vorreiterrolle, sowohl bei der therapeutischen Neuausrichtung, z.B. mit der vom Inserm koordinierten internationalen Discovery-Testreihe, oder bei der Erforschung von monoklonalen Antikörpern. Die auf französischem Territorium durchgeführten klinischen Studien können jeweils mit bis zu 50 Millionen Euro aus dem Programm für Zukunftsinvestitionen (PIA) gefördert werden.

Frankreich und Europa sind weiterhin davon überzeugt, dass der beste Ausweg aus der Krise die Entwicklung eines Impfstoffs ist. Aus diesem Grund arbeiten zahlreiche öffentliche Labore und Unternehmen wie Sanofi an dieser Lösung. So erhielt ein vom Institut Pasteur geleitetes Institut für ein Impfstoff-Projekt 4,3 Millionen Euro von der CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations), die von zahlreichen europäischen Ländern finanziert wird.

Im Ausland angesiedelte französische Forschungszentren widmen sich ebenfalls der Bekämpfung der Pandemie. So hat beispielsweise das Cirad (Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer) sein Projekt 

Horizon 2020 „MOOD“ jetzt auf Covid-19 ausgerichtet. Am Forschungsinstitut für Entwicklung (IRD) wird Covid-19 unter sozialwissenschaftlichen Gesichtspunkten erforscht. Die nationale Forschungsförderagentur zu AIDS und viraler Hepatitis hat einen mit 4 Millionen Euro dotierten Projektaufruf für Länder mit begrenzten finanziellen Ressourcen zum Thema Covid-19 gestartet. Das Institut Pasteur und sein internationales Netzwerk werden vom Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten mit 2 Millionen Euro unterstützt. Zudem hat der Minister Jean-Yves Le Drian einen mit 150 Millionen Euro dotierten Afrika-Plan angekündigt, mit dem die afrikanische Forschung gefördert werden soll.

Die französische Forschungsförderagentur, das Ministerium für Solidarität und Gesundheit sowie das Ministerium der Streitkräfte haben ebenfalls Projektaufrufe gestartet, die jeweils über ein Budget von drei, vier bzw. zehn Millionen Euro verfügen.

Redaktion : Marc Eric Perrin, Marc-eric.perrin[ ]diplomatie.gouv.fr

Weitere Informationen: https://www.enseignementsup-recherche.gouv.fr/cid150955/covid-19-l-ensemble-des-disciplines-engage-dans-la-lutte-contre-le-virus.html