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Eine innovative Neuroprothese ermöglicht einem tetraplegischen Patienten mit einem Exoskelett, sich zu bewegen.

Zum ersten Mal konnte ein tetraplegischer Patient dank einer Neuroprothese laufen und beide obere Extremitäten bewegen. Die Prothese sammelt, überträgt und dekodiert die Gehirnsignale in Echtzeit, um so ein Exoskelett zu steuern. Die am 4. Oktober 2019 in der Fachzeitschrift The Lancet Neurology veröffentlichten Ergebnisse der klinischen Studie des Brain Computer Interface (BCI)-Projekts, die bei Clinatec (CEA-Behörde für Atom- und alternative Energien, CHU-Universitätskrankenhaus Grenoble Alpes) durchgeführt wurde, bestätigen den Machbarkeitsnachweis zur Steuerung eines speziellen 4-gliedrigen Exoskeletts. Möglich wird diese Steuerung durch die langfristige Implementierung eines semi-invasiven Medizinproduktes zur Messung der Gehirnaktivität, das bei der CEA entwickelt wurde. Diese Technologie soll langfristig Menschen mit motorischen Behinderungen mehr Mobilität ermöglichen.

Eine innovative Neuroprothese ermöglicht einem tetraplegischen Patienten mit einem Exoskelett, sich zu bewegen.

Offizielle Veröffentlichung: An exoskeleton controlled by an epidural wireless brain–machine interface in a tetraplegic patient: a proof-of-concept demonstration
Prof Alim Louis Benabid, MD; Thomas Costecalde, PhD; Andrey Eliseyev, PhD; Guillaume Charvet; Alexandre Verney; Serpil Karakas; Michael Foerster; Aurélien Lambert; Boris Morinière; Neil Abroug; Marie-Caroline Schaeffer, PhD; Alexandre Moly; Fabien Sauter-Starace, PhD; David Ratel, PhD; Cecile Moro, PhD; Napoleon Torres-Martinez, MD; Lilia Langar; Manuela Oddoux, MD; Mircea Polosan, MD; Stephane Pezzani; Vincent Auboiroux, PhD; Tetiana Aksenova, PhD; Corinne Mestais; Prof Stephan Chabardes, MD
Published:October 03, 2019

DOI:https://doi.org/10.1016/S1474-4422(19)30321-7