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Frankreich: öffentliche Konsultation zur Erarbeitung der zweiten nationalen Strategie zum Umgang mit #Umwelthormonen

Im Rahmen der Erarbeitung einer zweiten Strategie zur Bekämpfung von Umwelthormonen (endokrine Disruptoren [1]) für den Zeitraum 2019-2022 wurde zu diesem Thema eine öffentliche Konsultation gestartet.

Frankreich: öffentliche Konsultation zur Erarbeitung der zweiten nationalen Strategie zum Umgang mit #Umwelthormonen

2014 war Frankreich weltweit das erste Land, das eine Strategie zum Umgang mit endokrinen Disruptoren entwickelte. Diese Strategie läuft 2019 aus. Die Besorgnis der französischen Bürger ist bei diesem Thema jedoch nach wie vor groß. 2018 erachteten mehr als die Hälfte der Franzosen (zu Recht) endokrine Disruptoren als ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko.

In die Erarbeitung der neuen französischen Strategie wurden von März bis Juli 2018 auch Verbraucher-, Umweltschutz- und Expertenverbände einbezogen. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Gesundheit-Umwelt, die für die Überwachung der Strategie zuständig sein wird, und auf der Grundlage der Empfehlungen des Rates für öffentliche Gesundheit in Frankreich wurden drei vorrangige Ziele festgelegt:

  • Schutz der Bevölkerung, insbesondere durch die Sensibilisierung der Bevölkerung und der Gesundheitsfachkräfte
  • Schutz der Umwelt, insbesondere durch die Erstellung einer Umweltkarte und strengere Vorschriften
  • Verbesserung des Wissens über endokrine Disruptoren durch Beschleunigung der Forschungsfinanzierung im europäischen Kontext

Insgesamt werden 50 Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele befürwortet. Es wurden 13 wichtige Schritte vorgeschlagen, um die Strategie besser verständlich zu machen.

Die Ergebnisse dieser öffentlichen Konsultation werden in die für Mitte 2019 geplante Strategie einfließen.

 

[1] Endokrine Disruptoren sind Chemikalien oder Mischungen von Chemikalien, die die natürliche biochemische Wirkweise von Hormonen stören und dadurch schädliche Effekte (z.B. Störung von Wachstum und Entwicklung, negative Beeinflussung der Fortpflanzung oder erhöhte Anfälligkeit für spezielle Erkrankungen) hervorrufen. (Quelle: Umweltbundesamt)

 

Weitere Informationen:

http://www.consultations-publiques.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/projet_d_objectifs_strategiques.pdf

http://www.consultations-publiques.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/projet_de_plan_d_action.pdf

http://www.consultations-publiques.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/projet_des_13_mesures_phares.pdf

 

Quelle: http://www.consultations-publiques.developpement-durable.gouv.fr/strategie-nationale-sur-les-perturbateurs-a1916.html

 Redakteur: Paul Kennouche – paul.kennouche[at]diplomatie.gouv.fr