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Hustensaft zur Vorbeugung gegen Schlaganfall

Die Inserm-Einheit “Pathophysiologie und Bildgebung von neurologischen Erkrankungen” (Caen) hat gezeigt, dass N-Acetylcystein (ACC) wirksam gegen Schlaganfälle sein könnte. Normalerweise ist diese Aminosäure in Hustensäften enthalten.


Ihr Wirkungsmechanismus ist sehr einfach: N-Acetylcystein bricht die molekularen Bindungen zwischen den Muzin-Proteinen (die strukturgebenden Bestandteile des Schleims) auf. Auf diese Weise werden die Makromoleküle der Muzine in kleinere Fragmenten aufgespalten, damit der Schleim verflüssigt wird.

Allerdings existieren diese Bindungen auch in den Blutgefäßen und können zur Thrombosebildung führen. Die Forscher haben gezeigt, dass die intravenöse Injektion von N-Acetylcystein dazu beiträgt, Blutgerinnsel aufzulösen und die Arterien freizumachen. In mehreren ischämischen Schlaganfall-Modellen war N-Acetylcystein noch effektiver als die derzeit verfügbaren Behandlungen.

 

Quelle: “Le principal composant du sirop contre la toux efficace en cas d’AVC”, Pressemitteilung des Inserm, 08.06.2017 – http://presse.inserm.fr/le-sirop-contre-la-toux-efficace-en-cas-davc/28621/

Redakteurin: Laura Voisin, laura.voisin@diplomatie.gouv.fr