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Medizin

Covid-19: Entdeckung der Mechanismen für den kurz- und langfristigen Geruchsverlust

Covid-19: Entdeckung der Mechanismen für den kurz- und langfristigen Geruchsverlust

Geruchsverlust, oder Anosmie, gehört zu den häufigsten Symptomen einer Covid-19-Infektion. Forscher des Institut Pasteur, des wissenschaftlichen Forschungszentrums CNRS, des französischen Instituts für Gesundheit und wissenschaftliche Forschung (Inserm), der Universität Paris und der öffentlich-rechtlichen Krankenhauseinrichtung von Paris (AP-HP) haben nun die Mechanismen entschlüsselt, die für den Verlust des Geruchssinns in verschiedenen Stadien der Krankheit verantwortlich sind. Sie fanden heraus, dass SARS-CoV-2 sensorische Nervenzellen infiziert und eine anhaltende Entzündung des Riechepithels und des olfaktorischen Systems verursacht. Darüber hinaus geht bei einigen Patienten mit anhaltenden klinischen Symptomen die Anosmie mit der dauerhaften Präsenz des Virus im Riechepithel einher. Diese Ergebnisse wurden am 3. Mai 2021 in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine veröffentlicht.

Deutsch-französisches Promotionsprogramm zu Strukturbiologie und Infektionsforschung

Deutsch-französisches Promotionsprogramm zu Strukturbiologie und Infektionsforschung

Forschende der Universitäten Hamburg und Strasbourg haben ein deutsch-französisches Kolleg für Doktorandinnen und Doktoranden an der Schnittstelle von Strukturbiologie und Infektionsforschung eingeworben. Das Programm mit dem Titel “Integrative Biologie von Infektionen und Krankheiten” wird ab Januar 2022 für vier Jahre von der Deutsch-Französischen Hochschule finanziert.

Bewerbungsaufruf 2021: PREIS FORCHEURS JEAN-MARIE LEHN für deutsch-französische Kooperationen zwischen Nachwuchsforschern

Bewerbungsaufruf 2021: PREIS FORCHEURS JEAN-MARIE LEHN für deutsch-französische Kooperationen zwischen Nachwuchsforschern

Der aus dem deutschen Wort Forscher und dem französischen Wort chercheur gebildete Neologismus Forcheur, der von dem gleichnamigen Werk von Gérard Foussier übernommen wurde, bezeichnet Forscher/-innen, die täglich beiderseits des Rheins zusammenarbeiten. Die Französische Botschaft in Deutschland und die Deutsch-Französische Hochschule organisieren in Partnerschaft mit Sanofi Deutschland und BASF Frankreich jedes Jahr die Verleihung des Preises Forcheurs Jean-Marie Lehn an ein deutsch-französisches Tandem von Nachwuchsforschern/-innen, mit dem ihre herausragende Kooperationsleistung in den Bereichen Chemie, Gesundheit und Pharmakologie gewürdigt werden soll. Dieser sinnbildliche Name verdeutlicht das erklärte Ziel, eine engere Zusammenarbeit der deutschen und der französischen Wissenschaftsgemeinschaft zu fördern. Der Preis steht zudem unter der Schirmherrschaft des Nobelpreisträgers für Chemie 1987, Prof. Jean-Marie Lehn.

Ein Rückblick auf die Karriere von Stefan Pfister, Gewinner des Prix de l’Arc 2021

Ein Rückblick auf die Karriere von Stefan Pfister, Gewinner des Prix de l’Arc 2021

Die Preisverleihung der ARC für Stefan Pfister fand am 30. März in der französischen Botschaft in Berlin statt. Botschafterin Anne-Marie Descôtes überreichte den Preis an Stefan Pfister. „Eine europaweite Kooperation ist bei der Krebsforschung unerlässlich und gelungene private Initiativen wie der Léopold-Griffuel-Preis sind ungemein wichtig, um den Fortschritt im öffentlichen Gesundheitswesen zu unterstützen und voranzubringen“, sagte die Botschafterin. „Der Léopold-Griffuel-Preis der ARC- Stiftung, die jedes Jahr mehr als 26 Millionen Euro für Forschungsprojekte bereitstellt, ist einer der wichtigsten Preise in Europa auf dem Gebiet der Krebsforschung. Professor Pfisters Forschung in der pädiatrischen Onkologie hat zu einem besseren Verständnis der Biologie von Hirntumoren bei Kindern geführt und dazu beigetragen, die klinische Behandlung und die Lebenserwartung dieser jungen Patienten zu verbessern. Dies ist ein perfektes Beispiel für den Nutzen der Grundlagenforschung zum Wohle der Menschheit.“

Der renommierte Léopold-Griffuel-Preis geht 2021 an den Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg, Stefan Pfister, für seine Arbeiten zu Hirntumoren bei Kindern.

Der renommierte Léopold-Griffuel-Preis geht 2021 an den Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg, Stefan Pfister, für seine Arbeiten zu Hirntumoren bei Kindern.

Stefan Pfister und sein Kollege Michael Taylor vom Sick Kids Hospital in Toronto (Kanada) sind die Preisträger des zum 49. Mal vergebenen Léopold Griffuel-Preises in der Kategorie Grundlagenforschung. Der Preis wird von der Association pour la Recherche sur le Cancer (ARC – Verein für Krebsforschung) vergeben und würdigt ihre gemeinsamen Forschungsarbeiten.

Verbreitung von Covid-19 durch Genomanalyse besser verstehen

Verbreitung von Covid-19 durch Genomanalyse besser verstehen

Derzeit wird viel über den Nutzen der Sequenzierung von SARS-CoV-2-Viren infizierter Patienten diskutiert. Eine Perspektive, die von einem Forscher des Labors für Infektionskrankheiten und Vektoren: Ökologie, Genetik, Evolution und Kontrolle (MIVEGEC – CNRS / IRD / Universität Montpellier) verfasst und in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde, verdeutlicht, wie die Analyse dieser Genome “Superspreading”-Events erkennen und verstehen kann, bei denen eine Person viele andere infiziert. Die Sequenzanalyse ist potenziell billiger als die Kontaktverfolgung, aber auch weniger eingreifend.

Eine Open-Source-Mobilanwendung zur automatischen Erkennung von Antibiotikaresistenzen

Eine Open-Source-Mobilanwendung zur automatischen Erkennung von Antibiotikaresistenzen

Französische Forscher haben eine mobile Anwendung entwickelt, um die Automaten zu ersetzen, die Antibiogramme auswerten, welche dazu dienen, die Empfindlichkeit eines Bakterienstamms gegenüber einem Antibiotikum zu testen. Dieses Open-Source-Tool ist für Labortechniker in Entwicklungsländern gedacht, die immer noch schlecht ausgestattet sind.

Frankreich beschließt Zehnjahresplan zur Krebsbekämpfung

Frankreich beschließt Zehnjahresplan zur Krebsbekämpfung

Am Donnerstag, den 4. Februar 2021, stellte der französische Staatspräsident anlässlich des Weltkrebstages die Zehnjahresstrategie zur Krebsbekämpfung 2021-2030 vor. Diese Strategie wird vom Institut national du cancer koordiniert und verfügt für ihre erste Roadmap 2021-2025 über ein Budget von 1,74 Mrd. €, d. h. eine Steigerung um 20 % gegenüber dem Krebsplan 2014-2019. Dies ist der vierte Krebsplan, der von der französischen Regierung auf den Weg gebracht wird.

Herkunft von Covid-19: Der Nerz ist laut neuesten Forschungen der wahrscheinlichste Zwischenwirt?

Herkunft von Covid-19: Der Nerz ist laut neuesten Forschungen der wahrscheinlichste Zwischenwirt?

Die Entstehung von Covid-19 in einer Pelzfarm – insbesondere bei Nerzen – erscheint zunehmend plausibel, wie die Untersuchung des Magazins Reporterre zeigt. Den Ermittlern zufolge waren die Stämme, die für die beiden Seuchenwellen, die Europa heimsuchten, verantwortlich waren, in unmittelbarer Nähe großer Nerzfarmen aufgetreten. In einem am 8. Januar 2021 in Science erschienenen Artikel wird die Notwendigkeit bekräfigt, die Verbindung zwischen Covid und Nerzen zu untersuchen.

Das Carmat-Kunstherz kommt im zweiten Quartal 2021 in Frankreich und Deutschland auf den Markt.

Das Carmat-Kunstherz kommt im zweiten Quartal 2021 in Frankreich und Deutschland auf den Markt.

Die autonome Bioprothese wurde von der europäischen Aufsichtsbehörde zugelassen und als sicher und effektiv für Patienten eingestuft, die auf eine Herztransplantation warten. Dieses von Professor Alain Carpentier* und dem Technologieunternehmen Matra entwickelte Kunstherz könnte die Lösung für Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz werden, indem es eine Transplantation hinauszögert oder sogar unnötig macht.