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Start des europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms “PARC” für die Bewertung von Risiken durch Chemikalien

Die Europäische Partnerschaft für die Bewertung von Risiken durch Chemikalien (PARC), die im Mai 2022 in Paris (Frankreich) ins Leben gerufen wird, hat sich zum Ziel gesetzt, eine Risikobewertung von Chemikalien der nächsten Generation zu entwickeln, die sowohl die menschliche Gesundheit als auch die Umwelt im Sinne eines “One Health”-Ansatzes einbezieht

Start des europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms “PARC” für die Bewertung von Risiken durch Chemikalien

Das Projekt soll dazu beitragen, die EU-Strategie für Nachhaltigkeit im Bereich Chemikalien und den Null-Schadstoff-Aktionsplan im Rahmen des EU-Grünen Deals zu unterstützen. Mit fast 200 Partnern aus 28 Ländern und 3 EU-Agenturen wird PARC von der Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail (Anses) koordiniert und aus dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation “Horizont Europa” der Europäischen Kommission sowie von den Projektpartnern finanziert. In Deutschland sind 19 Organisationen an dem Projekt beteiligt.

Die Ergebnisse der am 1. Mai 2022 initiierten Partnerschaft sollen dazu dienen, die neuen europäischen und nationalen Strategien zur Verringerung von gefährlichen chemischen Expositionen und deren Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt zu unterstützen.

Ziel ist es, neue, leicht zugängliche und verwertbare Daten sowie neue Bewertungsmethoden und -instrumente zu erstellen. PARC wird insbesondere die Entwicklung von Werkzeugen zur Identifizierung neuer Stoffe ermöglichen, die weniger gefährlich sind und den Ansätzen einer nachhaltigen Entwicklung entsprechen.

PARC bietet den verschiedenen Akteuren im Bereich der Risikobewertung eine einzigartige Gelegenheit, ihre Anstrengungen über die mit den verschiedenen sektoralen Vorschriften verbundenen Mechanismen und Zeitpläne hinaus zu bündeln, wobei die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Vordergrund steht. Durch das Aufzeigen von Möglichkeiten zur gemeinsamen Nutzung auf nationaler und europäischer Ebene wird es möglich sein, die Ressourcen für die Bewertung und Überwachung chemischer Risiken zu optimieren und die Fortschritte in diesen Bereichen zu beschleunigen.

Die Partnerschaft wird auf früheren Arbeiten aufbauen, insbesondere auf den Maßnahmen, die im Rahmen der Europäischen Human-Biomonitoring Initiative HBM4EU (Human Biomonitoring for Europe) durchgeführt wurden, die im Sommer 2022 ausläuft. Ferner wird sie von den Errungenschaften anderer europäischer Projekte wie EuroMix, EU-ToxRisk oder den Clustern EURION und ASPIS profitieren. Die Partnerschaft hat eine Laufzeit von 7 Jahren und soll im Frühjahr 2029 enden. Das voraussichtliche Budget von PARC beläuft sich auf 400 Millionen Euro, wovon die Hälfte von der Europäischen Kommission und der Rest von den Partnerstaaten finanziert wird.

Quelle : Anses