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Frankreichs Flora mit einem Smartphone identifizieren

Eine kostenlose ″Application″ für Smartphones ermöglicht die Identifizierung von Pflanzen durch den Vergleich der selbst gemachten Fotos mit tausenden Bildern, die von einem Netzwerk von Botanikern gesammelt und gespeichert wurden. Zunächst wird ein Objekt ausgewählt werden – Blume, Blatt, Frucht oder Rinde -, anschließend wird es fotografiert (am besten vor einem hellen Hintergrund) und dann beginnt die Suche nach dem Äquivalent in einer Tausende Fotos umfassenden Datenbank der TelaBotanica, eine der größten Datenbank-Netzwerke französischer Botaniker.


Eine kostenlose ″Application″ für Smartphones ermöglicht die Identifizierung von Pflanzen durch den Vergleich der selbst gemachten Fotos mit tausenden Bildern, die von einem Netzwerk von Botanikern gesammelt und gespeichert wurden. Zunächst wird ein Objekt ausgewählt werden – Blume, Blatt, Frucht oder Rinde -, anschließend wird es fotografiert (am besten vor einem hellen Hintergrund) und dann beginnt die Suche nach dem Äquivalent in einer Tausende Fotos umfassenden Datenbank der TelaBotanica, eine der größten Datenbank-Netzwerke französischer Botaniker.

 

Derzeit erkennt das System 800 Arten über die bereits 20.000 vorhandenen Bilder. ″Unser Ziel sind bis zu 5000 Arten und 100.000 Bilder″, sagt Pierre Bonnet, Koordinator für den Biologie-Teil dieses interaktiven Wissenschaftsnetzwerks pl@ntNet. Das System ist dynamisch und beruht auf dem ″Win-Win″-Prinzip: Amateur- und Profi-Botaniker geben ihre Daten in das System ein und können gleichzeitig eine Antwort auf ihre Frage finden und das System bereichern, das somit durch jede neue Suche an Qualität gewinnt. Außerdem wird die Datenbank täglich aktualisiert.

 

pl@ntNet wird von vier Instituten gemeinsam geführt: dem INRA (französisches Institut für Agrarforschung), dem CIRAD (Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer), dem IRD (Forschungsinstitut für Entwicklung) und dem INRIA (französisches Forschungsinstitut für Informatik und Automatik). Ziel ist es, das Netzwerk auf die gesamte mediterrane und tropische Pflanzenwelt auszuweiten.

 

Das Interesse eines solchen Systems liegt nicht nur darin, außergewöhnliche oder gefährdete Pflanzenarten, wie auch invasive Arten, zu beobachten, sondern darin, die Entwicklung der gesamten Biodiversität verfolgen zu können.

 

Weitere Informationen über das Projekt unter: http://www.plantnet-project.org/papyrus.php?langue=en

 

 

Quelle: Artikel aus LeFigaro.fr – 26.02.2013 –  http://www.lefigaro.fr/environnement/2013/02/26/01029-20130226ARTFIG00655-identifier-la-flore-de-france-avec-un-smartphone.php

 

Redakteur: Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr