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Erderwärmung: 1.5°C vs 2.0°C vs 3.0°C – Auswirkungen und Förderung von Maßnahmen

Der Entwurf des Abkommens enthält Punkte mit „Klärungsbedarf“. Das gelte auch für die wichtigste Klausel des Vertrags: das Ziel für die Erderwärmung (1.5°C oder 2.0°C). Es ist wichtig, für jedes Ziel die potentiellen Auswirkungen zu erfassen. Sollten beide potentiellen Ziele nicht erreicht werden, müssten auch die Auswirkungen eines Temperaturanstiegs um 3°C und mehr analysiert werden.


Der Entwurf des Abkommens enthält Punkte mit „Klärungsbedarf“. Das gelte auch für die wichtigste Klausel des Vertrags: das Ziel für die Erderwärmung  (1.5°C oder 2.0°C). Es ist wichtig, für jedes Ziel die potentiellen Auswirkungen zu erfassen. Sollten beide potentiellen Ziele nicht erreicht werden, müssten auch die Auswirkungen eines Temperaturanstiegs um 3°C und mehr analysiert werden.

 

  • 3°C: Der Klimawandel hätte unumkehrbare Folgen: Schmelzen des Permafrostbodens in der borealen Region,  Reduzierung der Speicherung von Kohlendioxid im Regenwald bzw. in den Ozeanen (aufgrund der gestiegenen Temperaturen des Wassers). Falls der Kohlendioxid-Ausstoß nicht begrenzt wird, würden die Meere noch stärker versauern, da bei der Aufnahme von Kohlendioxid der pH-Wert des Wassers steigt.

 

  • 2°C: Läge der Temperaturanstieg über der 2°C-Grenze, würde sich das Risiko von unumkehrbaren Klimaveränderungen drastisch erhöhen. Aus diesem Grund sollte diese Grenze eher als maximale Sicherheitsschwelle und nicht als ein Ziel betrachtet werden. Im Falle eines Temperaturanstiegs um 2°C würde der Meeresspiegel bis 2050 um 20 cm ansteigen. Nach Meinung der Experten ist eine Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes  um 40%-70% bis 2050 (im Vergleich zu 2010) notwendig, um dieses Ziel zu erreichen.

 

  • 1.5°C-2°C: Nichtlineare Effekte könnten auftreten, d.h. die Folgen wären nicht überproportional größer im Vergleich zu einem Anstieg um 0.5°C. Eine Anpassung der Agrarproduktion an eine Erderwärmung um 1.5°C-2°C wäre demzufolge möglich.

 

  • 1.5°C: Das Schadensrisiko würde bestehen bleiben, jedoch wären die Auswirkungen deutlich geringer. Der Anstieg des Meeresspiegels könnte bis 2050 auf 15 cm begrenzt werden.  Nach Ansicht der Experten wäre eine Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes um 70%-95% im Vergleich zu 2010 notwendig, um dieses Ziel zu erreichen.

Derzeit haben wir bereits +1°C erreicht. Ob wir den Anstieg auf 1,5°C begrenzen können, wagen viele Wissenschaftler zu bezweifeln. In jedem Fall sollte ein Temperaturanstieg um 1,5°C angestrebt werden.

 

Redaktion: Alexandre PAMART

 

Quelle :

Le Monde

La Croix

Huffington Post