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Das französische Institut für analytische Wissenschaften und physikalische Chemie für Umwelt und Materialien entwickelt gesunde Lebensmittelverpackungen dank eines neuen Polypropylens

Das neue Polypropylen, das am Institut für Analytische Wissenschaften und Physikalische Chemie für Umwelt und Materialien[1] entwickelt wurde, enthält ausschließlich natürliche Zusatzstoffe. Diese Innovation ist für die Herstellung von gesunden und wiederverwendbaren Lebensmittelschalen bestimmt. Eine Betriebsgenehmigung wurde mit dem Start-up-Unternehmen Noostrim unterzeichnet.

Das französische Institut für analytische Wissenschaften und physikalische Chemie für Umwelt und Materialien entwickelt gesunde Lebensmittelverpackungen dank eines neuen Polypropylens

Gesunde Lebensmittelverpackungen dank neuem Polypropylen

Das neue Polypropylen, das am Institut für Analytische Wissenschaften und Physikalische Chemie für Umwelt und Materialien[1] entwickelt wurde, enthält ausschließlich natürliche Zusatzstoffe. Diese Innovation ist für die Herstellung von gesunden und wiederverwendbaren Lebensmittelschalen bestimmt. Eine Betriebsgenehmigung wurde mit dem Start-up-Unternehmen Noostrim unterzeichnet.

Kunststoffe für Lebensmittelverpackungen enthalten notwendigerweise Zusatzstoffe, die ihre Temperatur- und UV-Beständigkeit verbessern. Einige dieser Stoffe sind wahrscheinlich gesundheitsschädlich, andere sind bereits verboten (Bisphenol A). Um dieses Problem zu lösen, hat ein Team des Instituts für Analytische Wissenschaften und Physikalische Chemie für Umwelt und Materialien eine neue Formel von Polypropylen mit natürlichen Zusatzstoffen entwickelt.

Diese Innovation ist das Ergebnis einer mehrjährigen Forschungsarbeit. “Meine Arbeit als Forscher besteht darin, eine Verbindung zwischen der molekularen Struktur eines Polymers und seinen physikalischen Eigenschaften herzustellen, mit dem Ziel, ein Material zu schaffen, das die gewünschte Funktion erfüllt. Ich wollte diesen Ansatz auf Lebensmittelverpackungen anwenden”, sagt Ahmed Allal, Forscher am Institut für Analytische Wissenschaften und Physikalische Chemie für Umwelt und Materialien.

So haben die Forscher einen Lebensmittelkunststoff entwickelt, dessen Zusatzstoffe, unerlässlich für die Widerstandsfähigkeit des Materials bei der Verarbeitung und die schützende Verpackungsfunktion, natürlichen Ursprungs sind (vor allem Vitamine). Es wurde ein Patent für ein Polypropylen angemeldet, das für die Herstellung von Lebensmittelschalen für das Gaststättengewerbe bestimmt ist. Das aus dem Labor hervorgegangene Start-up Noostrim[1] hat eine Lizenz zur Nutzung dieses Patents mit der Satt Aquitaine Science Transfert unterzeichnet.

Das Ziel von Noostrim ist es, Lebensmittelschalen aus Polypropylen anzubieten, die bis zu 100 Mal wiederverwendet werden können, bevor sie recycelt werden. Das Start-up arbeitet mit einem lokalen Kunststoffhersteller zusammen und plant den Produktionsstart für das erste Quartal 2021. Ein Pilotversuch mit diesen Schalen für die Schulverpflegung wird im Ballungsraum Pau durchgeführt. Noostrim wird auch seine vernetzte Verpackung testen: eine Schale, die mit einem Chip ausgestattet ist, der nicht nur als wiederbeschreibbares Etikett mit den vorgeschriebenen Daten des Inhalts fungiert (er kann mit einem Smartphone oder Tablet gelesen werden), sondern auch die Geolokalisierung der Verpackung ermöglicht.

Darüber hinaus interessiert sich das Team des Labors auf der Grundlage seines Fachwissens über natürliche Zusatzstoffe für die Entwicklung von Kunststoffen für medizinische Geräte, insbesondere für Linsen zur Vorbeugung und Behandlung des Grauen Stars.

Quelle: https://www.cnrs.fr/cnrsinnovation-lalettre/actus.php?numero=775%20

Kontakt: Ahmed Allal / Forscher am Institut für Analytische Wissenschaften und Physikalische Chemie für Umwelt und Materialien / ahmed.allal@univ-pau.fr


[1] Noostrim wurde von Ahmed Allal, wissenschaftlicher Direktor, und Vincent Duguay, Präsident, mitbegründet. Jean-Marc Bongiovanni, CEO von Noostrim, verstärkt das Team seit Juni 2019.


[1] CNRS/Universität von Pau und Pays de l’Adour