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Einweihung des Inkubators “Green Tech Verte” in Paristech

Am 8. September wurde der neue Start-up-Inkubator “Green Tech Verte” von der französischen Umweltministerin Ségolène Royal, auch Präsidentin der COP21, eingeweiht. 49 junge Unternehmen werden an dem 205 m2 großen Standort der Ingenieurhochschule Ecole des ponts Paristech (ENPC) aufgenommen.


Am 8. September wurde der neue Start-up-Inkubator “Green Tech Verte” von der französischen Umweltministerin Ségolène Royal, auch Präsidentin der COP21, eingeweiht. 49 junge Unternehmen werden an dem 205 m2 großen Standort der Ingenieurhochschule Ecole des ponts Paristech (ENPC) aufgenommen.

 

inkubators

 

Die Start-ups bekommen im neuen Inkubator eine finanzielle Unterstützung von 150 000 € als Anschubfinanzierung für den Start ihres Projektes. Experten von Paristech und vom französischen Umweltministerium stellen ebenfalls ihre Kenntnisse für die Start-up-Gründer zur Verfügung: Ausbildungen, Workshops, personalisierte Hilfe etc. Die Unternehmen können zwischen sechs und zwölf Monaten im Inkubator verbleiben, bevor sie ihre eigenen Büros eröffnen müssen.

 

Zwei Beispiele von aufgenommenen Start-ups:

  • Ouihop’ ist eine App für Kurzstreckenmitfahrgelegenheiten: die Autofahrer geben ein, wo sie hinfahren und die Fußgänger wo sie hinwollen. Falls die App eine mögliche Mitfahrgelegenheit identifiziert, werden die beiden Benutzer benachrichtigt. Es erfolgt jedoch keinerlei Geldtransfer zwischen den Nutzern: je stärker sich die Autofahrer einbringen, desto mehr Geschenkgutscheine erhalten sie, z.B. Benzin-Gutscheine. Die Mitfahrer hingegen müssen erst ab der vierten Fahrt ein Abo für unbegrenzt viele Fahrten pro Monat für 2€ kaufen.
  • Eneo ist ein App zur Förderung der Biodiversität. Kommt man in eine neue Region, wird man geortet, damit die App Informationen über die lokalen Tier- und Pflanzenarten zur Verfügung stellen kann. Findet man eine solche, kann sie mit dem Fotoapparat des Smartphones aufgenommen werden, um Punkte zu gewinnen. Die so gesammelten Daten zur Biodiversität werden anschließend Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt, um z.B. die Häufigkeit bestimmter Tierarten einzuschätzen.

 

Diesem ersten Inkubator sollen in Kürze weitere folgen, z.B. in Orléans. Eine Ausschreibung für die Start-ups, die sich an diesem Standort niederlassen wollen, wurde gerade veröffentlicht. Weitere mögliche Standorte für neue Inkubatoren wären Städte wie Saint-Denis und Vaulx-en-Velin.

 

Weitere Informationen:

 

Quelle: “Green Tech verte : Présentation des 49 start up qui peuvent rejoindre l’incubateur”, Pressemitteilung des französischen Umweltministeriums, 07.09.2016 (auf Französisch) – https://www.ecologique-solidaire.gouv.fr/sites/default/files/Dossier_Presse_GreenTechVerte.pdf

 

Redakteur: Sean Vavasseur, sean.vavasseur@diplomatie.gouv.fr