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Der Mensch ist verantwortlich für den Rückgang der Artenvielfalt bei Korallenfischen

Eine internationale Studie von Forschern des Labors “Biokomplexität des Ökosystems ′Korallenriff′ im Indopazifik” (IRD [1]) und des Labors “Ökologie der Meeres- und Küstensysteme” (CNRS [2] / IRD / Universität Montpellier und Ifremer [3]), in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum zur Untersuchung von Korallenriffen (Australien) und dem Sekretariat der Pazifischen Gemeinschaft (Nouméa), zeigt zum ersten Mal die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf die Vielfalt des Korallenriff-Fischbestands in der Südsee.


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Eine internationale Studie von Forschern des Labors “Biokomplexität des Ökosystems ′Korallenriff′ im Indopazifik” (IRD [1]) und des Labors “Ökologie der Meeres- und Küstensysteme” (CNRS [2] / IRD / Universität Montpellier und Ifremer [3]), in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum zur Untersuchung von Korallenriffen (Australien) und dem Sekretariat der Pazifischen Gemeinschaft (Nouméa), zeigt zum ersten Mal die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf die Vielfalt des Korallenriff-Fischbestands in der Südsee.

 

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Callyspongia sp. (Röhrenschwamm) lockt Kardinalfische, Lippfische und Beilbauchfische auf einem Korallenriff an – Creative Commons (Nick Hobgood)
 

 

Die Wissenschaftler haben gezeigt, dass die funktionelle und phylogenetische Vielfalt stärker von der Bevölkerungsdichte beeinflusst wird als der Artenreichtum. Neben dem Verlust von Arten trägt der Mensch auch maßgeblich dazu bei, dass sowohl die Vielfalt der Funktionen von Fischbeständen als auch der Reichtum ihrer Evolutionsgeschichte abnimmt.

 

Die wichtigsten aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse sind:

 

  • Korallenriffe bieten Ökosystem-Dienstleistungen für Millionen von Menschen im Pazifikraum
  • Die Existenz der Korallenriffe ist durch menschliche Aktivitäten bedroht
  • Der Fischartenreichtum sinkt langsam und linear zum Anstieg der Bevölkerungsdichte
  • Die phylogenetische und funktionelle Vielfalt sinkt drastisch (nichtlinear) aufgrund menschlicher Aktivitäten

 

Diese Ergebnisse, die den Einfluss des Menschen auf den Artenstammbaum erkennbar machen, wurden am 20. Februar 2014 in der Fachzeitschrift Current Biology [4] veröffentlicht.

 

[1] IRD – französisches Institut für Forschung und Entwicklung

[2] CNRS – französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung

[3] Ifremer – französisches Zentrum für Meeresforschung

[4] S. D’agata, D. Mouillot, M. Kulbicki, S. Andrefouët, D. R. Bellwood, J. E. Cinner, P. F. Cowman, M. Kronen, S. Pinca, L. Vigliola. Human-Mediated Loss of Phylogenetic and Functional Diversity in Coral Reef Fishes, Current Biology, 2014 – http://www.cell.com/current-biology/retrieve/pii/S0960982214000827

 

Kontakt:

David Mouillot, Montpellier Universität – Tel.: +33 4 67 14 42 97 – Email: david.mouillot@univ-montp2.fr

 

 

Quelle: Pressemitteilung des CNRS – 21.02.2014 – http://www2.cnrs.fr/presse/communique/3439.htm

 

Redakteur: Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr