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„Energie – vernetztes Europa“

Am 23. Februar 2015 übergab der Generalsekretär und Mitglied des Vorstands des französischen Stromnetzbetreibers ERDF, Michel Derdevet, dem französischen Staatspräsidenten François Hollande seinen Bericht „Energie – vernetztes Europa“.


Am 23. Februar 2015 übergab der Generalsekretär und Mitglied des Vorstands des französischen Stromnetzbetreibers ERDF, Michel Derdevet, dem französischen Staatspräsidenten François Hollande seinen Bericht „Energie – vernetztes Europa“.

 

Im vergangenen Jahr betraute Staatspräsident Hollande Generalsekretär Derdevet mit der Ausarbeitung eines Berichts über die konkreten Möglichkeiten zur Verstärkung der wirtschaftlichen und industriellen Kooperationen auf dem Gebiet der europäischen Energienetze, insbesondere innerhalb der deutsch-französischen Partnerschaft. Ausgehend von einer Bilanz der bereits eingeleiteten Kooperationen zwischen den europäischen Übertragungs- und Verteilernetzbetreibern bei Elektrizität und Gas, hatte er die Aufgabe, den Verstärkungs- und Ausbaubedarf der europäischen Energieinfrastrukturen bis 2030 zu veranschlagen, unter Berücksichtigung der verschiedenen Entwicklungsszenarien der Energieproduktion und des Energieverbrauchs in der Union.

 

Die Anpassung und der Ausbau der Energienetze sind notwendig, um den Energiewandel in Europa, der zu den Schwerpunktthemen des kommenden Europäischen Rates am 16. März zählt, voranzutreiben.

 

Im Bericht werden 12 Vorschläge unterbreitet, die um drei Schwerpunkte gegliedert sind:

  • Förderung der Versorgungssicherheit und der Kooperation zwischen den Netzbetreibern, aber auch zwischen den Gebietskörperschaften, die als Trägerstrukturen an der Energiewende beteiligt sind
  • Stärkung der Koordination der Rechtsvorschriften und der Finanzierungshebel zur Optimierung der Infrastrukturkosten
  • Förderung Europas als führende Kraft bei den Innovationen im Energiesektor

 

Dieser Bericht trägt entscheidend dazu bei, die von der Europäischen Kommission geplanten Maßnahmen zu unterstützen, mit denen sichergestellt werden soll, dass das 10%-Mindestziel für den aktuellen Stromverbund vordringlich erreicht wird, und zwar spätestens 2020 zumindest für diejenigen Mitgliedstaaten, die noch kein Mindestniveau der Integration in den Energiebinnenmarkt erreicht haben. Der Bericht bildet ebenfalls einen wichtigen Beitrag im Hinblick auf die UN-Weltklimakonferenz im Dezember 2015 in Paris (COP21).

 

Die 12 Vorschläge zur Vernetzung der europäischen Energien, untergliedert um die drei Schwerpunkte:

Die Erneuerung des Rahmens der Versorgungssicherheit und der Zusammenarbeit zwischen den Netzbetreibern

  • Verstärkung der Koordinierungen bei der Versorgungssicherheit
  • Verlängerung und Verdichtung der Kooperationen zwischen europäischen Übertragungsnetzbetreibern
  • Förderung der grenzüberschreitenden Kooperationen zwischen Verteilnetzbetreibern
  • Vermaschung der Pioniere der lokalen Energie-Governance. Gründung eines europäischen Forums der Gebiete

Förderung der regulatorischen Konvergenzen und der finanziellen Innovationen

  • Förderung einer Koordinierung der Regulationen, die Planungssicherheit und Anreize bietet
  • Schaffung eines Investmentfonds für die Gebiete, die von den strategischen Infrastrukturen durchquert werden
  • Wiedereinführung einer langfristigen Perspektive bei den Finanzierungen

Positionierung Europas als führende Kraft bei der Innovation im Energiesektor

  • Gemeinsame europäische F&E-Leistungen bei den intelligenten Netzen
  • Verstärkung der europäischen Normierungsbemühungen
  • Schaffung einer europäischen Plattform der Energiedaten
  • Schaffung der europäischen Korridore der innovativen Mobilitäten
  • Gründung eines Europa-Kollegs für Energie

 

 

Weitere Informationen:

 

Quellen:

 

Übersetzerin: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr