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Frankreich startet Inspektion zu Schiefergas

Frankreich hat vor kurzem die Frage aufgeworfen, ob Schiefergas auf französischem Territorium gewonnen werden sollte oder nicht. Die Regierung hat beschlossen, eine gemeinsame Mission des CGIET-CGEDD [1] zu starten, um über die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgen bei der Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus dem Muttergestein aufzuklären.


Frankreich hat vor kurzem die Frage aufgeworfen, ob Schiefergas auf französischem Territorium gewonnen werden sollte oder nicht. Die Regierung hat beschlossen, eine gemeinsame Mission des CGIET-CGEDD [1] zu starten, um über die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgen bei der Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus dem Muttergestein aufzuklären.


Gegenwärtig verfügt Frankreich über rund sechzig Erdöl- und Erdgasvorkommen. Auch wenn sie heute ungefähr 1-2% des Verbrauchs abdecken, so verringert sich ihr Anteil jedoch stetig. Um die Energieversorgung von Importen unabhängiger zu machen und die Ausgaben für Erdöl- und Erdgasimporte (mehr als 9 Milliarden Euro im Jahr 2009) zu reduzieren, erteilt die Regierung regelmäßig Genehmigungen zum Aufsuchen von Kohlenwasserstoffen.


Derzeit liegen drei Genehmigungen vom 1. März 2010 zum Aufsuchen von Schiefergas für eine Gesamtfläche von 9672 km2 vor. Diese Berechtigungen wurden den Unternehmen Schüpbach Energy LLC, Total E&P France und Devon Energy Montélimar SAS erteilt. Es handelt sich dabei um die Departements Ardèche, Drôme, Vaucluse, Gard, Hérault, Aveyron und Lozère.


Nach Angaben der Regierung geht es bei diesen Genehmigungen darum, sich ein umfassenderes Wissen über die geologischen Gegebenheiten des Bodens anzueignen und abzuschätzen, ob und in welchem Umfang Schiefergas vorkommt, und ob der Umweltschutz eingehalten wird.


Die Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Verkehr und Wohnungswesen, Nathalie Kosciusko-Morizet, hat sich auch für eine Untersuchung der Situation von Schieferöl ausgesprochen, dessen Erforschung in den Departements Aisne, Marne und Seine-et-Marne vorgesehen ist.


In Kürze werden die Minister die Unternehmen versammeln, die über eine Genehmigung zum Aufsuchen von Vorkommen verfügen, um mit ihnen die Zeitpläne für die Industrie zu diskutieren und deren Vereinbarkeit mit der Arbeit der CGIET/CGEDD zu besprechen.


[1] Allgemeiner Rat für Industrie, Energie und Technologien (CGIET) und Allgemeiner Rat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (CGED)


Quelle:

  • “La France lance une inspection sur le gaz de schiste”, Enerzine – 07.02.2011 –

http://www.enerzine.com/12/11314+la-france-lance-une-inspection-sur-le-gaz-de-schiste+.html

Redakteurin:

Myrina Meunier, myrina.meunier@diplomatie.gouv.fr