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Abkommen zur Erkundung des Tiefseebodens zwischen Frankreich und der internationalen Behörde ISA

Das französische Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere (Ifremer) hat am 18.11.2014 einen Vertrag mit der “International Seabed Authority” (ISA) zur Erkundung eines Teils des Mittelozeanischen Rückens abgeschlossen.


Das Ifremer hatte 2012 eine Lizenz beantragt. Das zu erkundende Gebiet liegt nördlich der Küste Südamerikas in internationalen Gewässern und umfasst eine Fläche von 100 Quadraten von je 100 km2. Die durchschnittliche Tiefe in dem Gebiet beträgt 3.400m. Gesucht werden hydrothermale Sulfide (Kupfer, Zink, Blei, Kobalt, Silber, Gold), Manganknollen (Kupfer, Nickel, Mangan) und Kobaltkrusten (Kobalt, Mangan, Platin), aber auch Metalle mit großem technologischem Einsatzpotenzial wie Indium, Germaniun, Cadmium, Antimon etc.

Die vergebene Lizenz gilt für 15 Jahre. Das Ifremer will den notwendigen Einsatz seiner Forschungsflotte fördern. Bei der Exploration müssen strikte ökologische Rahmenbedingungen eingehalten werden. Zunächst wird insbesondere die Biodiversität erforscht, um den möglichen Einfluss der Erkundung auf die Umwelt einschätzen zu können.

Frankreich gehört zu den Pionieren bei der Erkundung der Tiefseeböden: Es erhielt bereits vor einigen Jahren von der ISA eine erste Lizenz zur Erkundung des Tiefseebodens im Pazifik .

 

 

Weitere Informationen:
– Pressemitteilung der ISA (auf Englisch) – http://www.isa.org.jm/en/node/1056
– Pressemitteilung des Ifremer (auf Französisch) – http://wwz.ifremer.fr/institut/content/download/81921/1033023/file/19_11_05_Permis.pdf

 

Quelle: Newsletter des französischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung – 25.11.2014

 

Redakteur: Sean Vavasseur, sean.vavasseur@diplomatie.gouv.fr