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Innovativer Salatanbau direkt in der Stadt

Angesichts des steigenden Bedarfs an Lebensmitteln aufgrund der wachsenden Stadtbevölkerung und vor dem Hintergrund des Klimawandels, der Ressourcen- und Landverknappung sowie der Bodenverarmung haben der Stadtplaner Philippe Audubert und seine Partner in Lyon das Projekt “Fermes Urbaines Lyonnaises” (FUL – städtischer Gartenbau in Lyon) ins Leben gerufen. Ihr Projekt beruht auf dem Prinzip der vertikalen Landwirtschaft in Verbindung mit der Technik der Hydroponik.


Angesichts des steigenden Bedarfs an Lebensmitteln aufgrund der wachsenden Stadtbevölkerung und vor dem Hintergrund des Klimawandels, der Ressourcen- und Landverknappung sowie der Bodenverarmung haben der Stadtplaner Philippe Audubert und seine Partner in Lyon das Projekt “Fermes Urbaines Lyonnaises” (FUL – städtischer Gartenbau in Lyon) ins Leben gerufen. Ihr Projekt beruht auf dem Prinzip der vertikalen Landwirtschaft in Verbindung mit der Technik der Hydroponik.

 

 

    ferme urbaine

Digitale Illustration des Projekts “Fermes Urbaines Lyonnaises”

 

 

 

Die Hydroponik (oder auch Hydrokultur oder hydroponische Kultur) ist Pflanzenzucht, bei der die Pflanze nicht durch Erde ernährt wird, sondern durch eine flüssige Nährstofflösung. Dies ermöglicht die Schaffung eines künstlichen Klimas im Inneren von Gebäuden. Im Vergleich zur konventionellen landwirtschaftlichen Produktion reduziert diese innovative Methode den Bedarf an Wasser und Pflanzenschutzmitteln um bis zu 90 %. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Erzeugnisse direkt am Ort des Verbrauchs angebaut werden, was geringere Transportwege bedeutet und somit geringere CO2-Emissionen. Ein Detail, das auch dem Geldbeutel der Verbraucher zugutekommt, denn die Logistik macht fast 60% der Kosten für die Gemüseproduktion aus.

 

Mit Blick auf eine nachhaltige Landwirtschaft sollen im Rahmen des FUL-Projektes mehr als 600 000 Salatköpfe pro Jahr geerntet werden; zehn Mal mehr als beim Freilandanbau. Die Salatköpfe schwimmen in einer Nährstofflösung und werden auf verschiedenen Ebenen angebaut. Auf einer Art Fließband durchlaufen sie je nach Wachstumsphase unterschiedliche Etagen des städtischen „Gewächshauses“: von der Setzlingsstation im Erdgeschoss des Gebäudes bis hin zum natürlichen Sonnenlicht im Obergeschoss.

 

Die ersten Versuche werden voraussichtlich im Sommer 2016 beginnen.

 

 

Quelle: Artikel aus Le Monde – 25.08.2014 – http://lesclesdedemain.lemonde.fr/villes/ful-bientot-une-ferme-urbaine-innovante-a-lyon-_a-13-4282.html

 

Redakteur: Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr