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Neue Forschungseinrichtung für Aquakultur und CO2-Nutzung

Das französische Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere (Ifremer) und das Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer (CIRAD) haben in Palavas-les-flots (Languedoc-Roussillon) den Ausbau der Infrastruktur MeDITERA eingeweiht. Diese schon seit 1972 existierende Infrastruktur wurde erweitert, um die Forschungen im Bereich Aquakultur und CO2-Verwertung zu verstärken.


Das französische Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere (Ifremer) und das Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer (CIRAD) haben in Palavas-les-flots (Languedoc-Roussillon) den Ausbau der Infrastruktur MeDITERA eingeweiht. Diese schon seit 1972 existierende Infrastruktur wurde erweitert, um die Forschungen im Bereich Aquakultur und CO2-Verwertung zu verstärken.

 

4 000 m2 der bereits existierenden Aquakulturhallen wurden saniert und um 2 000 m2 neue Freilandbecken erweitert. Hinzu kommen mehrere Inkubatoren, um die Fischeier bei der gewünschten Temperatur auszubrüten und um eine Desinfizierung zu gewährleisten. Es werden hauptsächlich unterschiedliche Arten von Seebarschen und Buntbarschen (für die Entwicklungsländer) untersucht.

 

Die Labore wurden mit neuen Forschungsinstrumenten ausgestattet: Mikroskope, Zentrifugen, Messgeräte für die Fische, Spektrometer für die chemisch-physikalische Analyse des Wassers etc. Mit diesen Geräten können auch ökotoxikologische Studien durchgeführt werden.

 

Konzepte zur CO2-Nutzung werden ebenfalls entwickelt: das Projekt Vasco 2, das teilweise am MeDITERA durchgeführt wird, wird diesen Aspekt der CO2-Verwertung untersuchen. Unternehmen wie Total, ArcelorMittal und Kem One wollen die Verwertung von industriellen Abgasen des Hafen- und Industriegebiets von La-Fos-sur-Mer (Provence-Alpes-Côte d’Azur) als Düngemittel für Mikroalgen mit den Anlagen von MeDITERA testen. Das Zentrum für Atomenergie und alternative Energien (CEA) wird dort die hydrothermale Verflüssigung von Algenbiomasse erproben, um Öl und biobasierte Produkte zu erzeugen.

 

Für die Erneuerung und den Ausbau der Plattform stand ein Budget von 2,3 Mio. € zur Verfügung. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hat dieses Projekt ebenfalls unterstützt. Zudem wird MeDITERA auch internationalen Forschungspartnern offen stehen, um die Forschungskooperation europaweit zu fördern.

 

 

Weitere Informationen:

  • Webseite des Ifremer (auf Englisch, Französisch und Spanisch): http://wwz.ifremer.fr
  • Webseite des CIRAD (auf Englisch und Französisch): cirad.fr

 

Quelle: “MeDITERA : de nouvelles infrastructures scientifiques et techniques en aquaculture, uniques en Europe”, Pressemitteilung des Ifremer, 13.10.2015 – http://wwz.ifremer.fr/mediterranee/content/download/90830/1113839/file/DP_Meditera_VOK.pdf

 

Redakteur: Sean Vavasseur, sean.vavasseur@diplomatie.gouv.fr