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Neue Plattform für die Herstellung von Biomethan

Im März 2016 wird die neue Plattform für Biomethanherstellung Gaya in Saint-Fons, im sogenannten Vallée de la Chimie in Lyon [1], eingeweiht. Das Projekt wird vom Unternehmen Engie und der französischen Behörde für Atom- und alternative Energien (CEA) getragen. In der Anlage wird Biomethan aus Biomasse der zweiten Generation hergestellt, das heißt aus non-Food-Biomasse wie Holz, Stroh und Pappe.


Im März 2016 wird die neue Plattform für Biomethanherstellung Gaya in Saint-Fons, im sogenannten Vallée de la Chimie in Lyon [1], eingeweiht. Das Projekt wird vom Unternehmen Engie und der französischen Behörde für Atom- und alternative Energien (CEA) getragen. In der Anlage wird Biomethan aus Biomasse der zweiten Generation hergestellt, das heißt aus non-Food-Biomasse wie Holz, Stroh und Pappe.

 

Gaya ist eine Demonstrationsanlage, in der Technologien im industriellen Maßstab getestet werden sollen. Zu diesem Zweck wird eine Lieferkette mit lokalen Partnern aus der Papierindustrie sowie der Land- und Forstwirtschaft aufgebaut. Die trockene Biomasse wird dann in einem Vergaser auf mehr als 800 °C erhitzt, um Kohlenstoffe, Sauerstoff und Wasserstoff zu synthetisieren. Dieses Synthesegas wird anschließend durch Methanisierung mit Katalysatoren in reines (Bio-)Methan umgewandelt. Das erzeugte Biomethan steht dann für Erdgasfahrzeuge zur Verfügung. Das Synthesegas kann aber auch ins Netz eingespeist werden und somit Haushalte und die Industrie versorgen.

 

Die Plattform ist modular aufgebaut, so dass später neue Technologien einbezogen werden können. Ziel ist es, die regionale Branche optimaler zu organisieren, um den kritischen industriellen Maßstab zu erreichen. Aus diesem Grund steht das Projekt auch neuen Partnern offen. Angestrebt wird ein 24 Stunden-Betrieb, 23 Wochen pro Jahr, mit einem energetischen Wirkungsgrad von 65%. Nach einer dreijährigen Testphase ist für 2020 der Bau einer industriellen Anlage geplant.

 

Neben Engie und der CEA nehmen 9 weitere Partner an diesem Projekt teil, darunter Forschungslabore und Unternehmen. Die Finanzierung wird zum größten Teil von Engie (38 Millionen €) und der französischen Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME) (17 Millionen €) getragen.

 

 

[1] Siehe “Über 300 Millionen Euro für das “Vallée de la Chimie” von 2012 bis 2016″, Wissenschaft Frankreich, 03/02/2016 – https://www.wissenschaft-frankreich.de/de/forschungspolitik-und-innovation/ueber-300-millionen-euro-fuer-das-vallee-de-la-chimie-von-2012-bis-2016/

 

 

Weitere Informationen:

  • Webseite des Projektes (auf Englisch und Französisch): projetgaya.com

 

Quelle: “Un procédé de production de gaz vert à l’essai”, Presseartikel aus Les Echos, 01.02.2016

 

Redakteur: Sean Vavasseur, sean.vavasseur@diplomatie.gouv.fr