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Neuer Anstoß für Elektro- und Wasserstofffahrzeuge

Die französische Umweltministerin, Ségolène Royal, kündigte die Installation von mehr als 12 000 privaten Ladestationen für elektrische und wiederaufladbare Hybridfahrzeuge an.


Die französische Umweltministerin, Ségolène Royal, kündigte die Installation von mehr als 12 000 privaten Ladestationen für elektrische und wiederaufladbare Hybridfahrzeuge an.
Um die Ziele des Artikels 41 zur nachhaltigen Mobilität des neuen französischen Gesetzes zum Energiewandel und für ein grünes Wachstum zu erreichen, gab Ségolène Royal die Finanzierung für private Ladestationen in Frankreich bekannt. Diese sollen über Energieausweise und Energieeinsparungen durch die Energiekonzerne finanziert werden. Diese neue Maßnahme soll den französischen Energiewandel ankurbeln und konkrete Maßnahmen einleiten.

 

Mit der Unterzeichnung des Übereinkommens für das Programm “Unterstützung der Entwicklung von Elektrofahrzeugen durch die Förderung der Ladeinfrastruktur” am 10. Februar 2016, getragen von der Vereinigung für die Entwicklung der Elektromobilität Avere-France, eröffnen sich neue Möglichkeiten, zusätzliche Ladestationen für elektrische und wiederaufladbare Hybridfahrzeuge in Mehrfamilienhäusern und Unternehmen zu finanzieren.
Das von Avere-France getragene Programm heißt ADVENIR, wird von EcoCO2 unterstützt und von EDF mit 9,75 Millionen Euro finanziert. Es soll helfen, die Elektromobilität für alle zugänglich zu machen, unter anderem durch die Installation von über 12.000 privaten Ladepunkten.
Durch das Programm förderfähig sind:

 

  • Ladepunkte auf geteilten Parkplätzen von Firmen und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes, zugänglich für Mitarbeiter und Fahrzeugflotten;
  • Geteilte Ladepunkte zugänglich für die Öffentlichkeit auf privatem Grund, wie die Parkplätze von Geschäften, öffentlichen Dienstleistern oder Parkhäusern;
  • Private Ladepunkte von Wohngebäuden im Besitz von Einzelpersonen, Sozialwohnungen, Treuhandwohnungen oder Privateigentümern.

Diese neue Maßnahme ergänzt die bestehenden Unterstützungsmechanismen für die Bereitstellung von Ladepunkten:

 

  • Unterstützung von Privathaushalten durch die Energiesteuergutschrift von 30%,
  • Unterstützung von lokalen Behörden durch das von der ADEME betriebene Zukunftsinvestitionsprogramm, das bereits 57 Projekte mit einem Förderwert von 51 Mio. € umfasst und durch das bereits 17.000 Ladestationen installiert werden konnten. 22 Projekte sind noch in der Aufbauphase mit einem Förderwert von 11 Mio. €, was 3 000 zusätzlichen Ladepunkten entspricht.
  • Die Steuerbefreiung im öffentlichen Sektor von drei nationalen Betreibern durch das Ministerium für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie (Bolloré, Compagnie nationale du Rhône und EDF / Sodetrel) für insgesamt mehr als 16.000 Ladepunkte, davon 270 Schnellladestationen.

Die Ministerin unterstrich abermals die Zahlung einer Prämie von 10.000 € für den Umstieg von einem Dieselfahrzeug (älter als 10 Jahre) auf ein elektrisches Fahrzeug. Dieser Bonus wurde bereits von fast 4 000 Haushalten seit seines Inkrafttretens im April 2015 in Anspruch genommen.

 

Weitere Informationen:

Landkarte Frankreichs mit Ladepunkten (auf Französisch): http://www.developpement-durable.gouv.fr/IMG/jpg/2016_02_02__nombre_PDC_par_DPT_au_31-12-15.jpg

 

Quelle: “Ségolène Royal annonce l’installation de plus de 12 000 bornes de recharge privées pour les véhicules électriques et hybrides rechargeables”, Pressemitteilung des französischen Ministeriums für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, 12.02.2016 –

http://www.developpement-durable.gouv.fr/Segolene-Royal-annonce-l,46545.html

 

Redakteurin: Daniela Niethammer, daniela.niethammer@diplomatie.gouv.fr