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Ozeanologisches Observatorium in Banyuls-sur-Mer

Vom 9. bis 13. Mai 2011 fand eine Expedition zur Erforschung der Tiefsee – bis 500 Meter unter dem Meeresspiegel – im Unterwassercanyon Lacaze-Duthiers statt. Diese Expedition entlang der Küsten Banyuls war Teil des Lehrstuhls für “extreme Meeresumwelt, Biodiversität und globale Umweltveränderungen” und wurde von der Universität Pierre und Marie Curie (UPMC) [1] und der TOTAL-Stiftung [2] in Partnerschaft mit Forschern des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung) [3] koordiniert.


Vom 9. bis 13. Mai 2011 fand eine Expedition zur Erforschung der Tiefsee – bis 500 Meter unter dem Meeresspiegel – im Unterwassercanyon Lacaze-Duthiers statt. Diese Expedition entlang der Küsten Banyuls war Teil des Lehrstuhls für “extreme Meeresumwelt, Biodiversität und globale Umweltveränderungen” und wurde von der Universität Pierre und Marie Curie (UPMC) [1] und der TOTAL-Stiftung [2] in Partnerschaft mit Forschern des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung) [3] koordiniert. Ziel dieser Reise war es, insbesondere die Tiefsee-Korallen und Überreste von Landpflanzen (Holz) zu untersuchen, die zwar eine wichtige Rolle bei der Dynamik dieser artenreichen Ökosysteme spielen, bislang jedoch nur wenig erforscht wurden. Die Forscher erhofften sich dadurch neue Erkenntnisse darüber, wie empfindlich diese Tiefseegebiete auf Umweltveränderungen reagieren.

 

Dieses Gebiet bietet besonders interessante Modelle für ein besseres Verständnis der Mechanismen, die diese Tiefseearten an eine sich verändernde Umgebung binden. Das interdisziplinäre Forscherteam vom Labor für ökologische Geochemie in benthischen Umgebungen [4] (LECOB, UPMC/CNRS) der Meeresstation in Banyuls war besonders daran interessiert, zu untersuchen, wie die Gemeinschaften der Tiefseearten im Mittelmeer auf das Eindringen von terrestrischer Materie (z.B. Holz) reagieren. Dieser Eintrag ins Meer kann sowohl intensiv als auch vorübergehend sein, als Folge von Stürmen oder besonderen hydrologischen Phänomenen, genannt “Cascading” [5]. Eines der wichtigsten Ziele dieser Forschungsarbeit bestand darin, den Prozess der Kolonisierung und des Abbaus des versunkenen Holzes zu untersuchen.

 

[1] UPMC – Universität Pierre und Marie Curie – http://www.upmc.fr

[2] TOTAL Stiftung – http://fondation.total.com

[3] CNRS – Französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung – http://www.cnrs.fr

[4] LECOB – Labor für ökologische Geochemie in benthischen Umgebungen – http://www.upmc.fr/fr/recherche/pole_3/pole_terre_vivante_et_environnement/laboratoire_d_ecogeochimie_des_environnements_benthiques.html

[5] Cascading: Wird die Wasseroberfläche eines Meeres oder Ozeans stark gekühlt – wie z.B. im Winter – ist sie schwerer und beginnt sich abwärts zu bewegen. Dieses Phänomen wird als “Cascading” bezeichnet – http://www.universalis.fr/encyclopedie/cascading

Kontakt: Nadine Le Bris – Lehrstuhl für “extreme Meeresumwelt, Biodiversität und globale Umweltveränderungen”, (LECOB, UPMC/CNRS) – Tel: +334.30.19.24.14 – E-Mail: lebris@obs-banyuls.fr

Quellen: – “Plongée en eaux profondes ” – Pressemitteilung des Ozeanologischen Observatoriums von Banyuls-sur-Mer – 04.05.2011

http://www.obsbanyuls.fr/fr/la_bibliotheque/salle_de_presse/communiques/plongee_en_eaux_profondes.html

– “Plongée en eaux profondes à l’Observatoire océanologique de Banyuls sur mer” – Pressemitteilung des CNRS/INSU – 04.05.2010

http://www.insu.cnrs.fr/a3811,plongee-eaux-profondes-observatoire-oceanologique-banyuls-mer.html

 

Redakteurin: Myrina Meunier, myrina.meunier@diplomatie.gouv.fr