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Smart Grid „SESAM“ – ein Forschungsprojekt für eine verbesserte Sicherheit intelligenter Netzwerke

Das Forschungsprojekt SESAM wird von einem Konsortium geleitet, das sich aus folgenden Projektträgern zusammensetzt: Cofely Ineo Led – GDF SUEZ-Gruppe [1], Zentral Supélec [2], CEA-LIST [3] und Trialog [4]. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit von Smart Grids durch die Modellierung und Simulation von Ausfällen und Angriffen auf deren Sicherheit durch die Entwicklung neuer Sicherheitsstandards und -systeme zu erhöhen.


Das Forschungsprojekt SESAM wird von einem Konsortium geleitet, das sich aus folgenden Projektträgern zusammensetzt: Cofely Ineo Led – GDF SUEZ-Gruppe [1], Zentral Supélec [2], CEA-LIST [3] und Trialog [4].

 

Ziel ist es, die Zuverlässigkeit von Smart Grids durch die Modellierung und Simulation von Ausfällen und Angriffen auf deren Sicherheit durch die Entwicklung neuer Sicherheitsstandards und -systeme zu erhöhen. Zur Optimierung der Produktion, des Verbrauchs und der Verteilung von Energie gibt es einen täglichen Informationsfluss zwischen Smart-Grid-Betreibern. Die Sicherung dieser Daten ist von wesentlicher Bedeutung, da ein einziger Ausfall oder ein Cyber-Angriff das gesamte Stromnetz beeinträchtigen kann. Angesichts dieser Herausforderung zielt das SESAM-Grids Projekt darauf ab, eine technische Lösung und einen Sicherheitsstandard zu entwickeln, die in der Lage sind, die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Smart Grids zu gewährleisten. Die Partner des Projektes konzentrieren ihre Bemühungen vor allem auf lokale Smart-Grid-Netze, die sogenannten Mikronetze.

 

In der ersten Phase des Projektes wurde ein generisches Mikronetz modelliert und mögliche Ausfälle sowie Schwachstellen identifiziert, die von Angreifern (intern oder extern wirkende Subsysteme) ausgenutzt werden könnten. Die Wissenschaftler verwendeten die folgenden von CEA-List entwickelten Werkzeuge: das Modellierungssystem Papyrus UML2, Frama-C für die Analyse von Codes und die „Diversity“-Plattform zur Verifikation und Validierung der Modelle.

 

Die erste Phase des Projektes wurde im Dezember 2014 abgeschlossen. In der zweiten Phase, die im Januar 2015 gestartet wurde, wird ein generisches Modell verwendet, um Ausfälle und Computer-Attacken zu simulieren und so die Reaktionen des Netzwerks zu testen und Lösungen zur Verbesserung der Sicherheit des Netzes als Ganzes zu erschließen. Schließlich werden diese Lösungen mit Hilfe des Smart AEZ Demonstrators getestet und validiert. Dies findet auf dem „Smart Grid Experience“ Gelände des Unternehmens Cofely Ineo in Toulouse (im Süden Frankreichs) statt.

 

Bis zum voraussichtlichen Projektende im Jahre 2016 soll ein Sicherheitsstandard für intelligente Netze entwickelt werden.

 

Der Projektkoordinator Cofely Ineo wird alle Großversuche leiten und auf seinem Mikrogittermodell in Toulouse durchführen. CEA-List wird sein Fachwissen bei den Methoden und die Software-Tools für die Entwicklung komplexer Systeme einbringen. Trialog stellt sein Know-how in der Sicherheitstechnik und Normung zur Verfügung und die Ingenieurschule CentraleSupélec steuert ihre Kenntnisse bei der Modellierung, Simulation und Optimierung komplexer Systeme bei.

 

Das Projekt SESAM-Grids hat die Projektausschreibung „generische Programme integrierter Software“ des staatlichen Finanzinstituts Frankreichs „Caisse des Dépôts“ gewonnen. Sie wird von der öffentlichen Investitionsbank (BPI) und der Generaldirektion für Unternehmen (DGE) im französischen Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie unterstützt.

 

[1] Cofely Ineo Led – GDF SUEZ-Gruppe ist der führende französische Akteur im Bereich Elektrotechnik und Informations- und Kommunikationssysteme. Die Gruppe entwickelt energieeffiziente, integrierte Lösungen zur Verringerung der Umweltauswirkungen von Unternehmen und zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung. Das Unternehmen wurde 2001 als Tochtergesellschaft der GDF SUEZ Gruppe gegründet und beschäftigt (Stand 2014) 15 800 Mitarbeiter.

 

[2] Centrale Supélec: Eine öffentliche Ingenieurhochschule, die 2015 aus der Fusion der Ecole Centrale Paris (französische Ingenieurhochschule (grande école) in Châtenay-Malabry, in der Nähe von Paris) und Supélec (französische Ingenieurhochschule im Bereich Elektrotechnik) entstand.

 

[3] CEA-LIST: Labor für die Integration von Systemen und Technologien der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA). Das Carnot-Institut CEA LIST konzentriert seine Forschungs- und – Entwicklungsprogramme auf digitale Systeme für die Industrie.

 

[4] Trialog: Beratungsunternehmen für die Einführung innovativer Technologien in integrierte und industrielle IT-Systeme.

 

Weitere Informationen:

Webseite des Projektes „SESAM-Grids“ (auf Englisch und Französisch): http://www.sesam-grids.org/scripts/home/publigen/content/templates/show.asp?L=FR&P=111&vTicker=alleza

 

Quelle: “SESAM Grids, un projet de R&D pour renforcer la sécurité des smart grids“, Pressemitteilung der CEA – 09.03.2015 – http://www.cea.fr/le-cea/actualites/r-d-dans-le-secteur-des-smart-grids-157787

 

Redakteurin: Daniela Niethammer, daniela.niethammer@diplomatie.gouv.fr