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Wissenschaftsportal der Französischen Botschaft in Deutschland

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Preisträger des diesjährigen Wissenschaftspreises „Forcheurs – Jean-Marie Lehn“: Dr. Julie Guillermet-Guibert, INSERM Toulouse, und Dr. Maximilian Reichert, Technische Universität München

Der Wissenschaftspreis „Forcheurs – Jean-Marie Lehn“ ging in diesem Jahr an das Forscherteam Dr. Julie Guillermet-Guibert, Teamleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Krebsforschungszentrum des INSERM Toulouse, und Dr. Maximilian Reichert, Teamleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM). Der Preis wurde am 14. Juni 2017 in der Französischen Botschaft in Berlin von Nobelpreisträger Jean-Marie Lehn im Beisein der Französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes verliehen.


Die beiden jungen Forscher arbeiten seit 2014 gemeinsam an der Bekämpfung von Bauchspeicheldrüsenkrebs.[1]

Julie Guillermet-Guibert nahm 2009 durch ein Marie Curie-Stipendium ihre Tätigkeit am INSERM Toulouse auf und ist seit 2010 am dortigen Krebsforschungszentrum tätig, wo sie ihre Forschungsarbeiten an der Bauchspeicheldrüse unter der Leitung von Gilles Favre fortsetzt.

Maximilian Reichert gründete 2014 ein eigenes Labor im Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München, wo er eine digitale Datenbank zur Beobachtung einzelner Fälle von  Bauchspeicheldrüsenkrebs in ihrer Vielfalt und zum Studium der therapeutischen Ansprache und der Resistenzmechanismen eingerichtet hat.

2014 trafen die beiden Wissenschaftler bei einem Krebsforschungskongress in den USA zusammen. Sie tauschten sich über ihre Forschungsarbeit aus und entwickelten sogleich reges Interesse, ihr Wissen zu teilen. Der Preis „Forcheurs – Jean-Marie Lehn“ würdigt ihre fruchtbare Zusammenarbeit und das große Potenzial dieses sich perfekt ergänzenden Forscherduos.

Der Preis geht auf eine Initiative der Abteilung für Wissenschaft und Technologie der Französischen Botschaft in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Hochschule zurück. Dank der Schirmherrschaft von Professor Jean-Marie Lehn, Nobelpreisträger für Chemie, der aktiven Beteiligung der französischen und deutschen Wissenschaftsakademie und der Unterstützung durch die Unternehmen BASF France und Sanofi Deutschland konnte die Initiative in die Tat umgesetzt werden.

Die Abteilung für Wissenschaft und Technologie fördert die Entstehung einer Generation bikultureller Forscher, die den deutsch-französischen Raum der Spitzenforschung im Sinne Europas zu verstetigen vermag. Ihre bereichsübergreifende Arbeit, die sich an den globalen Herausforderungen orientiert,  umfasst die Bedeutung aktueller Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

[1] 30 000 Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs werden jährlich in Deutschland und in Frankreich diagnostiziert. Die Lebenserwartung bei dieser Erkrankung beträgt ca. 5 Jahre.

 

Quelle: Abteilung für Wissenschaft und Technologie der Französischen Botschaft in Deutschland