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Constances – größte epidemiologische Kohortenstudie in Frankreich

Constances ist eine allgemeinmedizinische epidemiologische Kohortenstudie, in der in einer repräsentativen Patientenauswahl (Stichprobe) 200.000 Erwachsene im Alter von 18 bis 69 Jahren ausgewählt werden. Organisiert vom Forschungszentrum für Epidemiologie und Gesundheit der Bevölkerung (CESP – Inserm/Universität Paris-Süd/Universität von Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines – UVSQ) in Partnerschaft mit der CNAMTS (nationale Krankenkasse für Arbeitnehmer) und der CNAV (nationale Rentenversicherung), zielt dieses Projekt auf die Schaffung einer nationalen Datenbank ab, die der Gemeinschaft der Gesundheitsforscher offen steht.


Constances ist eine allgemeinmedizinische epidemiologische Kohortenstudie, in der in einer repräsentativen Patientenauswahl (Stichprobe) 200.000 Erwachsene im Alter von 18 bis 69 Jahren ausgewählt werden. Organisiert vom Forschungszentrum für Epidemiologie und Gesundheit der Bevölkerung (CESP – Inserm/Universität Paris-Süd/Universität von Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines – UVSQ) in Partnerschaft mit der CNAMTS (nationale Krankenkasse für Arbeitnehmer) und der CNAV (nationale Rentenversicherung), zielt dieses Projekt auf die Schaffung einer nationalen Datenbank ab, die der Gemeinschaft der Gesundheitsforscher offen steht.

 

Seit dem Start des Projektes im Jahr 2012 wurden bereits 14.000 Erwachsene ausgewählt. Die Personen, die per Zufallsprinzip aus der Datenbank der CNAV ermittelt werden, erhalten einen Brief, in dem sie zur Teilnahme an der Studie eingeladen werden. Die Freiwilligen werden zu Beginn der Kohorte, und anschließend alle 5 Jahre, umfassend untersucht. Mit Hilfe eines jährlich auszufüllenden Fragebogens liefern sie Informationen zu ihrer Gesundheit, ihren Lebensgewohnheiten (Arbeit, Ernährung, Alkohol- oder Tabakkonsum, etc.) und ihrem sozialen Umfeld.

 

Diese Daten werden mit denen der nationalen Rentenversicherung und der Krankenkasse abgeglichen, um die Krankenmeldungen, die Erstattung von Krankenpflegeleistungen, Krankenhausaufenthalte und deren berufssoziologische Entwicklung zu erfassen. Mit dem Ziel der Schaffung einer “Biobank” werden auch Blut- und Urinproben genommen

 

Dieses Forschungsprojekt, dem im Rahmen des Programms “Zukunftsinvestitionen” das Gütesiegel “Nationale Infrastruktur für Biologie und Gesundheit” verliehen wurde, und die Erstellung dieser umfassenden Stichprobe (die größte in Frankreich und eine der größten in Europa), die über einen längeren Zeitraum erfolgt (Kohorte), ist als “offenes Labor für Epidemiologie” konzipiert, das der französischen und internationalen Forschungsgemeinschaft zur Verfügung steht, und bietet dem Gesundheitswesen die Möglichkeit, auf verschiedene Informationsquellen zur Volksgesundheit, zu Risikofaktoren, zur Nutzung des Gesundheitsversorgungs- und Präventionssystems und zum medizinischen, beruflichen und sozialen Weg der Patienten zurückgreifen zu können.

 

Constances ist zwar eine allgemeinmedizinische Kohorte, aber wir haben uns auf die Alterung, chronische Erkrankungen, Gefahren am Arbeitsplatz, die Gesundheit von Frauen, soziale Determinanten und soziale Ungerechtigkeiten konzentriert”, so Marie Zins, Forscherin am Inserm-UVSQ.

 

 

Kontakt: Marie Zins – Forscherin am CESP Inserm-UVSQ – Tel.: +33 (0)1 77 74 74 28 – E-Mail: marie.zins@inserm.fr

 

Quelle: Pressemitteilung des Inserm – 07.03.2013 – http://www.inserm.fr/espace-journalistes/lancement-de-constances-plus-grand-projet-de-cohorte-epidemiologique-en-population-en-france

 

Redakteur: Louis Thiebault, louis.thiebault@diplomatie.gouv.frhttp://www.science-allemagne.fr