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Protein spielt Schlüsselrolle beim Eindringen des HCV in die Zellen

Das Team von Professor Thomas Baumert hat die Signale identifiziert, die das Einnisten des Hepatitis-C-Virus (HCV) in den Leberzellen ermöglichen. Die Forscher konnten aufzeigen, dass diese Signale auch eine wichtige Rolle beim Eindringen anderer Virusarten, wie dem Influenza-Virus, spielen und eröffneten so neue Wege für eine mögliche neue therapeutische Klasse. Diese Arbeit, die am 13. März 2013 in der Fachzeitschrift Cell Host & Microbe veröffentlicht wurde, wurde vom französischen Institut für AIDS- und Hepatitisforschung (ANRS), der Europäischen Union und der Forschungsförderagentur ANR (Exzellenzlabor HepSys und Institut am Universitätsklinikum IHU Straßburg) finanziert.


 

Das Team von Professor Thomas Baumert hat die Signale identifiziert, die das Einnisten des Hepatitis-C-Virus (HCV) in den Leberzellen ermöglichen. Die Forscher konnten aufzeigen, dass diese Signale auch eine wichtige Rolle beim Eindringen anderer Virusarten, wie dem Influenza-Virus, spielen und eröffneten so neue Wege für eine mögliche neue therapeutische Klasse. Diese Arbeit, die am 13. März 2013 in der Fachzeitschrift Cell Host & Microbe veröffentlicht wurde, wurde vom französischen Institut für AIDS- und Hepatitisforschung (ANRS), der Europäischen Union und der Forschungsförderagentur ANR (Exzellenzlabor HepSys und Institut am Universitätsklinikum IHU Straßburg) finanziert.

 

Mit weltweit über 170 Millionen infizierten Menschen (3% der Weltbevölkerung) gehört das Hepatitis-C-Virus zu den Hauptursachen für chronische Hepatitis, die zu Leberzirrhosen und Leberkrebs führen kann. Die derzeit auf dem Markt verfügbaren Medikamente können nicht alle Patienten heilen, und bis heute gibt es keine vorbeugende Impfung. Aus diesem Grund ist die Entwicklung neuer Medikamente auch weiterhin ein wichtiges Thema und die Untersuchung des Eindringens des Virus in die Leberzellen von großem Interesse.

 

Mehrere Faktoren für den Eintritt des HCV in die Leberzellen sind bereits bekannt: der CD81-Rezeptor, die Scavenger-Rezeptoren Klasse B Typ I (SR-BI), Claudin-1 (CLDN1) und Occludin (OCLN) sowie Co-Faktoren, wie der EGF-Rezeptor (Epidermal Growth Factor), der Ephrin-A2-Rezeptor (EphA2) und das Cholesterin-Transportprotein NPC1L1 aus der Familie der Niemann-Pick-C1-Proteine.

 

Die Untersuchungen zeigen, dass das HCV Signale nutzt, die vom EGF-Rezeptor ausgesendet werden, um in die Leberzelle einzudringen. Die Forscher konnten nachweisen, dass diese Signalwege, und insbesondere das vom HRas-Gen kodierte Protein, die Verbindung verschiedener Faktoren auf der Oberfläche der Leberzellen ermöglichen, die für das Eindringen des Virus notwendig sind. Indem das HRas gehemmt wird, kann ein Eindringen des Hepatitis-C-Virus, aber auch anderer Viren, wie etwa das Influenza-Virus, in die Zelle verhindert werden. Da die Aktivierung der Signalwege eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krebs spielt, werden jetzt die Auswirkungen dieser Beobachtung auf die durch Hepatitis C verursachten Leberkrebserkrankungen Gegenstand weiterer Forschungen sein.

 

Diese Ergebnisse der Grundlagenforschung ebnen den Weg für neue potentielle therapeutische Ziele zur Behandlung von Hepatitis C sowie anderer Virusinfektionen.

 

 

Kontakt:

Prof. Thomas Baumert – Inserm U1110, Universität Straßburg –  Tel.: +33 (0)6 75 68 91 72 – E-Mail: Thomas.Baumert@unistra.fr

 

Quelle: Pressemitteilung des Inserm – 19.03.2013 – http://presse-inserm.fr/en-transmettant-des-signaux-une-proteine-joue-un-role-cle-lors-de-lentree-du-vhc-dans-les-cellules/7333/

 

Redakteur: Louis Thiebault, louis.thiebault@diplomatie.gouv.frhttp://www.science-allemagne.fr