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Medizin: Die französische Regierung stellt ihre neue mit 344 Millionen Euro geförderte Strategie zum #Autismus vor

Am Freitag, den 6. April 2018, haben Premierminister Edouard Philippe und die Staatssekretärin für Menschen mit Behinderungen, Sophie Cluzel, die Strategie für Autismus bei neurologischen Entwicklungsstörungen 2018-2022 vorgestellt. Diese Strategie ist das Ergebnis einer umfassenden Konsultation auf territorialer und nationaler Ebene und ist auf wissenschaftliche Forschung und Diagnose ausgerichtet. Dieser 4. „Autismus-Plan“ wird mit 344 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.


Die Strategie berücksichtigt den gesamten Lebensweg der Patienten, von der Kindheit bis hin zum Erwachsenenalter, und will die Wissenschaft wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Autismus-Politik stellen. Die Früherkennung steht ebenfalls im Zentrum dieses Autismus-Plans, um extrem ausgeprägte Behinderungen weitestgehend zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund enthält die Strategie fünf Schwerpunkte:

Stärkung von Forschung und Ausbildung
Einleitung frühzeitiger Interventionen auf der Grundlage von Empfehlungen, die auf bewährten Methoden basieren
Gewährleistung einer effektiven Schulbildung für Kinder und Jugendliche
Förderung der Einbeziehung von Erwachsenen
Unterstützung der Familien

Zur Umsetzung des ersten Ziels (die Wissenschaft in den Mittelpunkt der öffentlichen Autismus-Politik stellen) ist ein Budget von 14 Millionen Euro geplant. Damit soll Frankreich eine international anerkannte Spitzenforschung aufbauen. Zu diesem Zweck ist die Schaffung von drei nationalen Zentren für Autismus und neurologische Entwicklungsstörungen geplant sowie von 10 Stellen für klinische Führungskräfte. Die Regierung möchte ein Kontinuum des Wissens vom Labor bis zum Patienten schaffen, indem sie sich auf Innovationen konzentriert und Akademiker und Ärzte besser ausbildet.

Diese Zielsetzung basiert auf vier Maßnahmen:
Schaffung eines exzellenten Forschungsnetzwerks
Erstellung zuverlässiger Datenbanken für die Forschung
Gewährleistung der schnellen Verbreitung von Wissen
Unterstützung der Entwicklung von Technologien, die das Lernen und die Autonomie von Menschen mit Autismus erleichtern

 

Weitere Informationen: Bericht zur nationalen Strategie (auf Französisch) – http://handicap.gouv.fr/IMG/pdf/strategie_nationale_autisme_2018.pdf

 

Quelle: “ Stratégie nationale pour l’autisme 2018-2022 : changeons la donne ”, Pressemitteilung des Staatssekretariats für Menschen mit Behinderungen beim Premierminister, 06.04.2018 – http://handicap.gouv.fr/focus/l-autisme/strategie-nationale-pour-l-autisme-2018-2022/article/strategie-nationale-pour-l-autisme-2018-2022-changeons-la-donne

Redakteurin: Laura Voisin, laura.voisin@diplomatie.gouv.frwww.wissenschaft-frankreich.de