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Neues Spitzenzentrum für Immunologie in Marseille

Die Geheimnisse der 25.000 Gene des Menschen zu entschlüsseln, ist das Ziel des neuen Zentrums für Immunophänomik (Ciphe), das am 7. Dezember 2012 in Marseille feierlich eröffnet wurde. Das Ciphe wird im Februar 2013 seine Arbeit aufnehmen. Aus einer Idee des Immunologen Bernard Malissen geboren, wird dieses Zentrum 40 Ingenieure und Techniker beschäftigen, die jedes Gen des menschlichen Genoms untersuchen werden. Als Modell dienen Mäuse, die so verändert werden, dass jeweils ein Gen fehlt. Anschließend werden sie einem Krankheitserreger, wie der Pest oder der Tuberkulose, ausgesetzt, um die Rolle dieses fehlenden Gens zu bestimmen. Bisher gab es weltweit nur ein einziges Zentrum – in Singapur -, das sich mit dieser Art Studien beschäftigte.


Die Geheimnisse der 25.000 Gene des Menschen zu entschlüsseln, ist das Ziel des neuen Zentrums für Immunophänomik (Ciphe), das am 7. Dezember 2012 in Marseille feierlich eröffnet wurde. Das Ciphe wird im Februar 2013 seine Arbeit aufnehmen. Aus einer Idee des Immunologen Bernard Malissen geboren, wird dieses Zentrum 40 Ingenieure und Techniker beschäftigen, die jedes Gen des menschlichen Genoms untersuchen werden. Als Modell dienen Mäuse, die so verändert werden, dass jeweils ein Gen fehlt. Anschließend werden sie einem Krankheitserreger, wie der Pest oder der Tuberkulose, ausgesetzt, um die Rolle dieses fehlenden Gens zu bestimmen. Bisher gab es weltweit nur ein einziges Zentrum – in Singapur -, das sich mit dieser Art Studien beschäftigte.

 

Marseille wurde nicht zufällig als Standort ausgewählt: Das Zentrum wird Teil einer Forschungskette, die das Zentrum für Immunologie in Marseille-Luminy, das Krebsforschungszentrum und das Institut für Entwicklungsbiologie von Marseille-Luminy umfasst. Diese drei Forschungszentren werden die Ergebnisse des Ciphe nutzen. In der Krebsforschung könnte die Genentschlüsselung beispielsweise dazu dienen herauszufinden, ob es bestimmte Gene gibt, die einige Menschen besonders anfällig für Tumore machen.

 

“Dieses Zentrum ist das fehlende Bindeglied zwischen der Forschung und dem Krankenbett”, so Dominique Nobile, regionaler Beauftragter des französischen Instituts für Gesundheitswesen und medizinische Forschung (INSERM). “Wir wollen vor allem auf Kliniken und die Industrie zugehen”, erklärt er. Das Ciphe würde z.B. von den wirtschaftlichen Auswirkungen profitieren, die insbesondere auf die Rechte für geistiges Eigentum für jede einzelne Genotypisierung zurückgehen, die von der Pharmaindustrie genutzt würde.

 

Die Kosten für den Bau der neuen Ciphe-Gebäude am Standort des Technologieparks von Marseille-Luminy belaufen sich auf insgesamt 16 Millionen Euro. Diese hohen Kosten lassen sich vor allem durch den hohen technischen Standard der Einrichtungen erklären: Aus Sicherheitsgründen musste z.B. ein komplexes Belüftungssystem installiert werden, dass die Sicherheit in den Räumen garantiert, in denen mit Pathogenen gearbeitet wird. Die Finanzierung wird durch verschiedene Akteure getragen: den französischen Staat, die Stadt Marseille, die Region und das Departement, das INSERM und die Akademie Aix-Marseille.

 

Eine erste klinische Bilanz wird für 2015 mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der ersten 5.000 Gene erwartet.

 

 

Quelle: Artikel aus Le Parisien – 08/12/2012 – http://www.leparisien.fr/marseille-13000/a-marseille-un-centre-de-recherche-en-immunologie-de-pointe-08-12-2012-2391375.php

 

Redakteurin: Elodie Parisot, elodie.parisot@diplomatie.gouv.fr