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Der Preis “Forcheurs Jean-Marie Lehn” 2020 geht an die Chemiker Joseph Moran und Harun Tüysüz.

Der Forcheurs-Preis wurde am 29. September 2020 von Guillaume Ollagnier, Gesandter der Französischen Botschaft in Deutschland, an Joseph Moran, Professor an der Universität Straßburg, und Harun Tüysüz, Projektleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, für ihre gemeinsamen Arbeiten zur enzymatischen Katalyse in der präbiotischen Chemie verliehen.

Der Preis “Forcheurs Jean-Marie Lehn” 2020 geht an die Chemiker Joseph Moran und Harun Tüysüz.

Der Forcheurs-Preis wurde am 29. September 2020 von Guillaume Ollagnier, Gesandter der Französischen Botschaft in Deutschland, an Joseph Moran, Professor an der Universität Straßburg, und Harun Tüysüz, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, für ihre gemeinsamen Arbeiten zur Katalyse in der präbiotischen Chemie verliehen.

An dieser Veranstaltung nahmen rund 30 führende Persönlichkeiten aus Forschung und Hochschulbildung sowie Mitglieder der französischen und deutschen Zivilgesellschaft teil: Professor Jean-Marie Lehn, Schirmherr des Preises, war per Videokonferenz aus Straßburg zugeschaltet; die Deutsch-Französische Hochschule, Mitorganisator der Veranstaltung, war durch ihren Präsidenten Olivier Mentz vertreten; die Sponsoren, die Unternehmen BASF Frankreich und Sanofi Deutschland, die den Preis seit 2017 mit jeweils 10.000 Euro unterstützen, wurden durch Christina Gommlich, Leiterin des Berliner Büros der BASF, und Matthias Suermondt, Mitglied der Geschäftsführung von Sanofi Deutschland, vertreten.

Über die Gewinner:

Die in der präbiotischen Chemie untersuchten Arten von chemischen Reaktionen unterscheiden sich oft stark von denen in der Biochemie des Lebens. Es ist sehr schwer nachzuvollziehen, wie sich diese alten Prozesse zur Chemie des Lebens entwickelt haben könnten. Die Forschungen von Moran und Tüysüz stehen im Gegensatz zu früheren Ansätzen. Mit ihren Experimenten ist es gelungen, eine Kontinuität zwischen den heute in den Zellen ablaufenden chemischen Prozessen und der Chemie am Ursprung des Lebens herzustellen. Im Leben, wie wir es heute kennen, sind die Katalysatoren nicht mehr Metalle, sondern Enzyme, aber die verwendeten chemischen Reaktionen und die Verbindungen, die sie erzeugen, bleiben dieselben – unverändert seit dem Ursprung des Lebens.. Die Arbeiten von Moran und Tüysüz ermöglichen somit ein besseres Verständnis des Übergangs von der präbiotischen Chemie zur Biochemie.

Über den “Jean-Marie-Lehn-Forscheur-Preis”:

Mit diesem Preis werden vielversprechende Kooperationen zwischen französischen und deutschen Forschern in den Bereichen Gesundheit, Pharmakologie oder Chemie ausgezeichnet. Er wird gemeinsam von der Abteilung für Wissenschaft und Technologie der Französischen Botschaft in Deutschland und der Deutsch-Französischen Universität organisiert und wird an junge Forscher verliehen, um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern. Die Bewerbungen werden von einer Jury bewertet, die sich aus Mitgliedern der Pariser Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina (der deutschen Akademie der Wissenschaften) zusammensetzt. Schirmherr des Preises ist Professor Jean-Marie Lehn. Der Name des Preises ist eine Wortschöpfung aus dem deutschen Wort “Forscher” und dem französischen Wort für Forscher “chercheur”. Dieser Begriff, der dem gleichnamigen Werk von Gérard Foussier entlehnt ist, bezieht sich auf die Wissenschaftler, die täglich auf beiden Seiten des Rheins zusammenarbeiten.

Weitere Informationen über den Preis und wie Sie sich bewerben können, finden Sie hier: