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Deutsch-französisches #Forschungsprojekt zu schwimmenden Windturbinen

Mit dem Projekt VAMOS (Validierung, Messung und Optimierung von schwimmenden Windenergiesystemen) wurde ein erstes deutsch-französisches Forschungsprojekt zu schwimmenden Offshore-Windkraftanlagen mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und WEAMEC, dem Forschungs- und Innovationsverband für Meeresenergie der Region Pays de la Loire, gestartet. Langfristiges Ziel von VAMOS ist es, kostengünstigere Offshore-Windkraftanlagen zu entwickeln und ihren Anteil am Energiemarkt zu erhöhen.

Deutsch-französisches #Forschungsprojekt zu schwimmenden Windturbinen

Mit einem Budget von 1,3 Millionen Euro läuft das VAMOS-Projekt seit Juli 2019 bis Juni 2022. Im Rahmen dieses Projektes arbeiten sieben Partner 36 Monate lang zusammen. Die Hauptinteressenten sind das Laboratoire de recherche en Hydrodynamique, Énergétique et Environnement Atmosphérique (Forschungslabor für Hydrodynamik, Energetik und atmosphärische Umwelt), eine gemeinsame Forschungseinheit (UMR) der Centrale Nantes und des CNRS, der Stuttgarter Lehrstuhl für Windenergie (SWE), das Institut für Fluiddynamik und Schiffstheorie der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und die Sowento GmbH, ein innovatives Unternehmen der Universität Stuttgart, das sich auf Fernerkundung (LiDAR-Technologie) und die Modellierung von Windströmungen in einem Windpark spezialisiert hat. Ferner gibt es drei assoziierte Partner: die DNV GL Garrad Hassan Deutschland GmbH, eine Versicherungs- und Risikomanagementfirma, die UL International GmbH, ein auf Projektanalyse spezialisiertes Unternehmen, und Ideol, der französische Hersteller der schwimmenden Fundamente für die Windkraftanlage mit Sitz in La Ciotat.

Die Messkampagne wird an der ersten Offshore-Windkraftanlage Frankreichs, FLOATGEN, durchgeführt. Dort findet die Damping Pool®-Schwimmplattform von Ideol Anwendung, welche auf SEM-REV installiert ist, der europaweit ersten ans Netz angeschlossenen Offshore-Erprobungsstätte für Multi-Technologie-Offshore-Tests. Zwei LiDAR-Systeme werden für eine sechsmonatige Messkampagne auf der voll funktionsfähigen Modellplattform installiert, um Windmessungen auf der Anströmungs- und der Nachlaufseite zu erhalten. Parallel dazu werden Simulationen durchgeführt und mit den gemessenen Daten verglichen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden direkt für die Konstruktion eines verbesserten Turbinenreglers zur Optimierung der Energieerzeugung der Turbine genutzt. Längerfristig werden die Ergebnisse des Projekts den Bau leichterer und preiswerterer Windturbinen ermöglichen und damit die Wettbewerbsfähigkeit schwimmender Windturbinen auf dem Energiemarkt verbessern.

Die Entwicklung der schwimmenden Windanlagen kann eine wichtige Rolle im europäischen und globalen Energiewandel spielen. Schwimmende Windturbinen bieten die Möglichkeit, Offshore-Windparks in tieferen Gewässern zu errichten. Durch diese Technologie soll die gesellschaftliche Akzeptanz der Offshore-Windenergie erhöht und die durch sie verursachte Umweltbelastung verringert werden.

Redaktion: Julien Potier; julien.potier[a]diplomatie.gouv.fr

Quellen:

IDW: Deutsch-französisches Forschungsprojekt zu Offshore-Windkraftanlagen in tiefen Gewässern

Universität Stuttgart: German-French research project for deep-water offshore wind energy

WEAMEC: VAMOS/FLOATEOLE : Projet franco-allemand de recherche sur l’énergie éolienne en eaux profondes