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Französisch-Südafrikanische Forschungsgruppe für #Umweltwissenschaften gegründet

Um die Interaktion von Mensch und Umwelt im Anthropozän genauer zu untersuchen, haben drei Hochschul- und Forschungseinrichtungen aus Südafrika und Frankreich im Dezember 2019 die gemeinsame Forschungsgruppe Rehabs gegründet.

Rehabs steht für die Versöhnung von Mensch und Umwelt im „Zeitalter des Menschen“ (Anthropozän) mit dem Ziel, die Biosphäre zu bewahren (Reconciling Ecological and Human Adaptations for Biosphere Sustainability).

Französisch-Südafrikanische Forschungsgruppe für #Umweltwissenschaften gegründet

Die Forschungsgruppe wird vom französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS (Centre national de la recherche française), der Universität Claude Bernard Lyon 1 und der Universität Nelson Mandela (Port Elizabeth) getragen. Die Verwaltung der südafrikanischen Nationalparks SANParks und die Universität Angers sind Partner der neuen Struktur. Sie wurde am 5. Dezember 2019 von der Vizepräsidentin der Universität Nelson Mandela, Sibongile Muthwa, und dem Präsidenten des CNRS, Antoine Petit, in Port Elizabeth eingeweiht.

Die Partner arbeiten seit 2015 im Rahmen des UNESCO-Biosphäre-Reservats Garden Route in der südafrikanischen Kap-Region zusammen. Dort wird mit interdisziplinären Ansätzen erforscht, wie soziale und ökologische Systeme im Anthropozän miteinander interagieren und nachhaltig gemanagt werden können. So wird die Rehabs-Gruppe erforschen:

  • Wie sich der Mensch als alles dominierende Spezies auf die Biodiversität und die Ökosysteme auswirkt.
  • Welche Auswirkungen die Natur auf die Menschheit und das einzelne Individuum hat.
  • Wie ein umweltverträglicher Umgang mit und eine Ko-Existenz in multifunktionalen Landschaften aussehen können.
  • Welche Methoden und Ansätze sich am besten für ökologisch-soziale Langzeitstudien eignen.

Rehabs wird vom CNRS für fünf Jahre gefördert und ist als „International Research Laboratory“ (IRL) / „Unité mixte internationale“ (UMI) organisiert.  Dadurch werden insbesondere Kurz- und Langzeitaufenthalte von französischen und südafrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beim Partner sowie der Netzwerkaufbau finanziert.

In Afrika ist Rehabs die dritte IRL des CNRS, weltweit fördert die außeruniversitäre Forschungseinrichtung 70 solcher internationalen Kooperationen. Wie das CNRS schreibt, wolle man in den kommenden Jahren die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern weiter ausbauen und verbessern.

Zum Nachlesen

Redaktion: Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule