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Ein neues Verfahren zur Bewegung von Atomen

Physikern des Instituts für Molekularwissenschaften in Orsay (Ile-de-France) – ein Institut des CNRS (Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und der Universität Paris Sud – ist es gemeinsam mit Forschern des Instituts für Materialwissenschaften in Mulhouse (Alsace) gelungen, Moleküle auf der Oberfläche eines Halbleiterkristalls zu bewegen, ohne sie zu berühren [1].


 

Physikern des Instituts für Molekularwissenschaften in Orsay (Ile-de-France) – ein Institut des CNRS (Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und der Universität Paris Sud – ist es gemeinsam mit Forschern des Instituts für Materialwissenschaften in Mulhouse (Alsace) gelungen, Moleküle auf der Oberfläche eines Halbleiterkristalls zu bewegen, ohne sie zu berühren [1].

 

Bislang konnten Moleküle nur mit Hilfe der feinen Spitze eines Rastertunnelmikroskops auf metallischen Oberflächen bewegt werden. Da die Anziehungskraft zwischen den Halbleitermaterialien und den Teilchen sehr stark ist, war dieses Verfahren ineffizient. Aus diesem Grund ist dieses Ergebnis eine wichtige Etappe in der Halbleiterforschung, die für die Industrie sehr wichtig ist – Halbleitermaterialien sind beispielsweise die Basisrohstoffe für Solarzellen.

 

Für das Experiment verwendeten die Forscher ein Hexaphenylbenzol-Molekül. Da die Spitze des Rastertunnelmikroskops eine positive Ladung hat und eine Kopplung zwischen Molekül und Oberfläche besteht, gelang den Forschern die Umbildung des Moleküls zu einem Anion. Das Anion hat jetzt eine negative Ladung und wird somit aufgrund des Coulomb-Gesetzes angezogen. Somit wird eine Verschiebung des Moleküls ohne Berührung möglich.

 

[1] Originalpublikation: “Electronic Control of the Tip-Induced Hopping of an Hexaphenyl-Benzene Molecule Physisorbed on a Bare Si(100) Surface at 9 K”, The Journal of Physicla Chemistry C- 03.06.2013 – http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/jp4025014

 

 

Kontakt: Damien Riedel – Forscher am CNRS – E-Mail: damien.riedel@u-psud.fr

 

Quelle: Pressemitteilung des CNRS – 22.07.2013 – http://www.cnrs.fr/inp/spip.php?article1919

 

Redakteur: Grégory Arzatian, gregory.arzatian@diplomatie.gouv.fr