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Sterile Neutrinos entdeckt

Eine Langzeitstudie (über 30 Jahre) zu Produkten aus einem Kernreaktor weist ein Defizit von rund 6% im Vergleich zu theoretischen Modellen (auch als Anomalie der Antineutrinos bezeichnet) auf.

Diese Abweichung ließe sich durch die Existenz einer vierten Neutrino-Klasse erklären, die nur der Schwerkraft unterworfen ist und somit von einem Neutrinodetektor nicht aufgespürt werden kann. Dieses neue Elementarteilchen, dessen Existenz noch bestätigt werden muss, wurde “steriles Neutrino” getauft.


Eine Langzeitstudie (über 30 Jahre) zu Produkten aus einem Kernreaktor weist ein Defizit von rund 6% im Vergleich zu theoretischen Modellen (auch als Anomalie der Antineutrinos bezeichnet) auf.

Diese Abweichung ließe sich durch die Existenz einer vierten Neutrino-Klasse erklären, die nur der Schwerkraft unterworfen ist und somit von einem Neutrinodetektor nicht aufgespürt werden kann. Dieses neue Elementarteilchen, dessen Existenz noch bestätigt werden muss, wurde “steriles Neutrino” getauft.

 

In einem Artikel der Fachzeitschrift Physical Review Letters schlägt die Forschergruppe “Double Chooz” des CEA-IRFU (Nationales Institut zur Erforschung der Grundgesetze des Weltraums der Behörde für Atomenergie und alternative Energien) vor, diese Hypothese durch den Nachweis von konventionellen Neutrinos zu testen, die beim Zerfall einer radioaktiven Quelle (wenige Gramm Cer-144) emittiert werden. Diese Quelle könnte in den großen Neutrino-Detektoren wie KamLAND in Japan, Borexino in Italien, SNO+ in Kanada oder LENA in Deutschland installiert werden.

 

 

Quelle: Pressemitteilung der CEA – 23.03.2012 – http://le-fil-science.cea.fr/index.php/il-faut-prendre-au-cerium-les-neutrinos-steriles-2

Redakteur: Charles Collet, charles.collet@diplomatie.gouv.fr