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Wie sehen Triebwerks-Emissionen aus?

Die französische Studien- und Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt (ONERA) hat in Zusammenarbeit mit dem Triebwerkshersteller Snecma im Juni 2013 die Testkampagne MERMOSE [1] durchgeführt. Dabei wurden die Emissionen des Turbostrahltriebwerks PowerJet Sam146 [2] einer regionalen Fluglinie getestet. Das Projekt wird vom strategischen Rat für zivile Luftfahrtforschung (CORAC) [3] gefördert.


Die französische Studien- und Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt (ONERA) hat in Zusammenarbeit mit dem Triebwerkshersteller Snecma im Juni 2013 die Testkampagne MERMOSE [1] durchgeführt. Dabei wurden die Emissionen des Turbostrahltriebwerks PowerJet Sam146 [2] einer regionalen Fluglinie getestet. Das Projekt wird vom strategischen Rat für zivile Luftfahrtforschung (CORAC) [3] gefördert.

 

Im Rahmen dieser Testreihe, die in diesem Bereich weltweit einzigartig ist, konnte eine vollständige Karte der Partikel-Emissionen des Triebwerks für verschiedene Schubleistungen erstellt werden, die für den realen Betrieb eines Flugzeuges repräsentativ sind. Dank dieser Ergebnisse – Basis für neue Grundlagenstudien zur Reaktivität von Ruß mit der Atmosphäre – kann die Vorhersehbarkeit theoretischer Modelle zur Aerosolbildung noch weiter verbessert werden. Diese Forschung trägt wesentlich dazu bei, die Entstehung von Kondensstreifen besser zu verstehen, die mit großer Wahrscheinlichkeit einen schädlichen Einfluss auf das Klima haben.

 

Die Messungen wurden von einem mit einem Sensor ausgestatteten Roboter durchgeführt. Sie liefern wichtige Informationen für die Überprüfung künftiger Messprotokolle im Bereich Luftfahrt, mit denen Feinstaub-Emissionen quantitativ erfasst werden sollen. Ziel ist die Erarbeitung eines neuen Zertifizierungsstandards für Flugzeugtriebwerke.

 

2014 soll eine neue Testkampagne gestartet werden. Hierfür nutzen die Forscher die Messkette MERMOSE der ONERA in Palaiseau (Île-de-France); einer Versuchsanlage, auf der die realen Betriebsbedingungen einer Brennkammer bei Reisegeschwindigkeit simuliert werden können. Mit Hilfe der Sonde sollen die aus der Brennkammer ausgestoßenen Emissionen gemessen werden. Anschließend wollen die Forscher die Ergebnisse der beiden Kampagnen vergleichen und die Unterschiede zwischen den Emissionen eines modernen kompletten Triebwerks und denen einer Brennkammer herausstellen.

 

Darüber hinaus wurden bei einer Testreihe Daten zur Verbrennung eines alternativen Treibstoffs [5] gesammelt.

 

Das Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN) und das Labor CiNAM des französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) sind ebenfalls an diesem Projekt beteiligt.

 

 

Weitere Informationen:

[1] Weitere Informationen über die MERMOSE Testkampagne (auf Englisch): http://mermose.onera.fr/en

[2] Weitere Informationen über das Triebwerk: http://de.wikipedia.org/wiki/PowerJet_SaM146

[3] Weitere Informationen über CORAC (auf Englisch): http://en.aerorecherchecorac.com/ 

[4] Weitere Informationen über den Prüfstand M1: http://www.airtn.eu/downloads/onera-banc-m1.pdf

[5] Weitere Informationen über diesen Treibstoff: “Erste Ergebnisse des Projekts zu alternativen Treibstoffen in der Luftfahrt” – 27.11.2013 – https://www.wissenschaft-frankreich.de/de/luftfahrt/erste-ergebnisse-des-projekts-zu-alternativen-treibstoffen-in-der-luftfahrt/

 

Quelle: Pressemitteilung der französischen Studien- und Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt – 11.12.2014http://www.onera.fr/fr/actualites/mermose-cartographie-emission-sortie-moteur-aeronautique

 

Redakteur:Grégory Arzatian, gregory.arzatian@diplomatie.gouv.fr