15 000 Krebs-Fälle sind jährlich in Frankreich vermeidbar

Eine im Bulletin Epidémiologique Hebdomaire veröffentliche Studie des Inserm zeigt, dass das Krebsrisiko je nach Krebsart und sozioökonomischen Hintergrund sehr unterschiedlich ist. Die Studie wurde mit 189 144 Personen durchgeführt, die zwischen 2006 und 2009 an Krebs erkrankt waren. Zudem erklärt der Bericht, dass ungefähr 15 000 Krebs-Fälle jährlich in Frankreich vermieden werden könnten.

Hoher Fleisch- und Wurstwarenkonsum verschlechtert die Symptome von Asthma

Ein Forschungsteam des Inserm hat im Rahmen einer siebenjährigen Studie aufgezeigt, dass ein hoher Konsum von Fleisch- und Wurstwaren (mindestens 4 Mal/Woche) mit einer Verschlechterung der Asthma-Symptome verbunden ist. Der Fleisch- und Wurstwarenkonsum wurde bereits von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) als karzinogen und Ursache von chronischen obstruktiven Lungenerkrankungen anerkannt.

Studie in Fachzeitung Scientific Reports: Lebensmittelzusatz E171 ist krebserregend

Laut einer im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlichten Studie von Forschern des französischen Instituts für Agrarforschung (INRA), der französischen Agentur für Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz (ANSES), der Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA), der Universität Grenobles-Alpes, des Synchrotrons SOLEIL und des luxemburgischen Instituts für Wissenschaft und Technologie (LIST) hat der Lebensmittelzusatz E171 schädliche Auswirkungen auf das Immunsystem und fördert präkanzeröse Läsionen bei Ratten. Trotzdem stellen die Forscher dieser Studie klar heraus, dass diese Ergebnisse nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen werden können, sie jedoch einen ersten Gesundheitsalarm für Behörden und Kunden darstellen. E171, auch bekannt als Titandioxid (TiO2), ist ein allgemein verwendetes Nanomaterial in Kosmetikprodukten (Zahnpasta), im Farbanstrich, in Baumaterialien sowie im Ernährungssektor, um Süßigkeiten, Kaugummis, Kekse und Fertiggerichte weißer zu machen oder einzudicken.

Einführung des Lenkungsausschusses für Psychiatrie

Die erste Tagung des Lenkungsausschusses für Psychiatrie fand am 13. Januar im Rahmen der Einführung des Nationalrats für psychische Gesundheit statt. Der Ausschuss steht unter der Leitung von Dr. Yvan Halimi, Facharzt für Kinderpsychiatrie und Psychiatrie, und Anne-Marie Armanteras-de Saxcé, Direktorin für Gesundheitsleistungen. Das Gremium setzt sich aus 35 Mitgliedern zusammen: Vertreter von Patienten und deren Familien, Krankenhausverbände, Vertreter und Direktoren von medizinischen Einrichtungen, wissenschaftliche Gesellschaften für Psychiatrie sowie Mediziner und nicht-medizinisches Personal der Psychiatrie.

Konferenz “Putting Outbreaks into perspective” – 24. März 2017 in Berlin

Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin, das Robert Koch-Institut und die Wissenschaftsabteilung der Französischen Botschaft in Berlin organisieren am 24. März 2017 eine Konferenz zu den Public Health Auswirkungen der Ausbrüche von übertragbaren Krankheiten für Frankreich und Deutschland mit dem Titel “Putting outbreaks into perspective”.

Konferenz “Putting Outbreaks into perspective” – 24. März 2017 in Berlin

Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin, das Robert Koch-Institut und die Wissenschaftsabteilung der Französischen Botschaft in Berlin organisieren am 24. März 2017 eine Konferenz zu den Public Health Auswirkungen der Ausbrüche von übertragbaren Krankheiten für Frankreich und Deutschland “Putting outbreaks into perspective”.

LED-Lampen könnten für die Augen toxisch sein

Ein Forschungsteam des Inserm hat gezeigt, dass LED-Lampen potenziell toxisch für die Augen sind. Diese Lampen kommen täglich zum Einsatz und könnten die altersbedingte Makuladegeneration aufgrund bestimmter Wellenlängen fördern.

Gesetzentwurf zur Genehmigung der Präimplantationsdiagnostik

Im November 2016 reichte Jean-Yves Le Déaut (Präsident des OPECST [1]) einen neuen Gesetzentwurf zur genetischen Analyse von Embryonen im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation vor der Übertragung in die Gebärmutter ein. Bislang wurden diese Analysen nur erlaubt, wenn ein Elternteil das Gen für eine schwere Erkrankung in sich trug oder nach nur wenigen Schwangerschaftswochen.

Immuntherapie zur Behandlung von Alzheimer

Ein Forscherteam des Inserm (französisches Institut für Gesundheit und medizinische Forschung), der CEA (französische Behörde für Atom- und alternative Energien) und der Universität Pierre & Marie Curie haben nachgewiesen, dass das Molekül Interleukine-2 (IL-2) des Immunsystems in der Lage ist, die Entzündung von Gehirnzellen, die bei neurodegenerativen Erkrankungen (wie Alzheimer) betroffen sind, zu kontrollieren und gestörte kognitive Fähigkeiten im Tiermodell wiederherzustellen.

Reparatur der Nervenfasern dank Testosteron

Ein Forschungsteam des Inserm (Abteilung “Kleine Moleküle für die Neuroprotektion, Neuroregeneration und Remyelinisierung”) hat die unerwartete Reparaturrolle des Testosterons beim Regenerationsprozess des Myelins am Mausmodell entdeckt. Das Myelin ermöglicht die schnelle Informationsvermittlung zwischen dem Gehirn oder dem Rückenmark und dem übrigen Körper. Wird das Myelin durch eine Erkrankung zerstört (z.B. multiple Sklerose), wird die Nervenübertragung gehemmt. Das löst Reparaturmechanismen aus, die zur Wiederherstellung der Myelinscheide und somit zum Rückgang der Symptome führen. Dieser Regenerationsprozess verläuft jedoch aus bisher wenig bekannten Gründen unbeständig.

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