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Jean Jouzel – Gewinner des Vetlesen Preises 2012

Jean Jouzel, Paläo-Klimatologe am Labor für Klimawissenschaften und Umwelt (CEA / CNRS / UVSQ) [1], gewinnt als erster Franzose den Vetlesen-Preis [2]. Dieser Preis wurde ihm für seine Arbeiten zum Polareis und zum Klima verliehen.


 

Jean Jouzel, Paläo-Klimatologe am Labor für Klimawissenschaften und Umwelt (CEA / CNRS / UVSQ) [1], gewinnt als erster Franzose den Vetlesen-Preis [2]. Dieser Preis wurde ihm für seine Arbeiten zum Polareis und zum Klima verliehen.

 

Jean Jouzel, 65, arbeitet seit 1968 bei der CEA und erforscht dort polare Eisbohrkerne. Gemeinsam mit seinen Kollegen entwickelte er Isotopenmethoden zur Erfassung von Klimadaten, mit deren Hilfe sie die längste, jemals erfasste Klimabilanz anhand von Eisbohrkernen erstellen konnten.

Seine gesamte berufliche Laufbahn verbrachte Jean Jouzel bei der CEA. In seiner Funktion als Forschungsdirektor leitet er das Institut Pierre-Simon Laplace (IPSL), das alle Labore der Pariser Region vereint, die im Bereich Klima und Umwelt tätig sind. 2002 erhielt er, zusammen mit seinem “Mentor” und Pionier für Bohrungen und glaziologische Studien, Claude Lorius, die Goldmedaille des CNRS – die höchste wissenschaftliche Auszeichnung in Frankreich.

Jean_Jouzel_2010

 

Jean Jouzel während des ″Salon de l’agriculture″ (französische Grüne Woche) im März 2010

Siren-Com – Creative Commons

 

Jean Jouzel trägt außerdem entscheidend dazu bei, die Öffentlichkeit über die Folgen menschlicher Aktivitäten auf das Klima zu informieren:

  • Als Mitglied der zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe für Klimaänderungen (IPCC) (seit über 20 Jahren). Derzeit ist er Vizepräsident der Arbeitsgruppe für Klimawissenschaften. Der fünfte IPCC-Bericht wird im September 2013 veröffentlicht.
  • Als Mitglied des Lenkungsausschusses zur nationalen Debatte zur Energiewende
  • Jean Jouzel hat ebenfalls mehrere Bücher als Autor bzw. Co-Autor veröffentlicht, darunter “Planète Blanche”, dessen englische Übersetzung 2013 veröffentlicht wird.

 

[1] CEA – Behörde für Atomenergie und alternative Energien / CNRS – nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung /UVSQ – Universität Versailles-Saint-Quentin-en-Yvelines

 

[2] Der Vetlesen-Preis wird seit 1959 alle vier Jahre von der amerikanischen Stiftung mit dem gleichen Namen verliehen. Diese renommierte Auszeichnung gilt als “Nobelpreis für Geo- und Weltraumwissenschaften.”

 

Kontakte: Presseabteilung der CEA  – Tuline Laeser – Tel.: +331 64 50 20 97 – Email: tuline.laeser@cea.fr

Presseabteilung des CNRS – Priscilla Dacher  – Tel.: +331 44 96 46 06  – Email: priscilla.dacher@cnrs-dir.fr

 

Quelle: Pressemitteilung des CNRS – 17.01.2013 –  http://www2.cnrs.fr/presse/communique/2955.htm

 

Redakteur: Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr