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Omega-3-Fettsäuren bereits im Jugendalter für das Gehirn notwendig

Ein gemeinsames Forscherteam des Inserm [1] (Institut des Mittelmeers für Neurobiologie, Marseille) und des Inra [2] (Bordeaux) haben am adulten Mausmodell die Folgen eines Omega-3-Mangels seit dem Jugendalter nachgewiesen. Sie haben festgestellt, dass eine Omega-3-arme Ernährung während der Jugend im Erwachsenenalter Angstzustände und eine Verringerung der kognitiven Fähigkeiten verursachen kann.


Der Omega-3-Mangel reduziert die Konzentration von Fettsäuren im präfrontalen Kortex (in dem komplexe kognitive Fähigkeiten verankert sind, wie Entscheidungsfindung, exekutive Funktionen und Argumentation) sowie im Nucleus accumbens (spielt eine zentrale Rolle für das Belohnungssystem und ist sehr stark in emotionale Lernprozesse eingebunden – Sucht). Somit werden zwei Grundformen des neuralen Lernens in diesen Gehirnregionen gestört.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Ernährung ein wichtiger Faktor ist, der die Gehirnfunktionen und das Verhalten bis hinein ins Erwachsenenalter beeinflusst. Diese Arbeit ermöglicht die Identifizierung von Ernährungsrisikofaktoren bei neuropsychiatrischen Erkrankungen und regt neue therapeutische Ansätze zur Behandlung von Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit einem Omega-3-Mangel an.

[1] INSERM – Institut für Gesundheit und medizinische Forschung

[2] INRA – Institut für Agrarforschung

 

Quelle: “Les oméga-3 indispensables pour le cerveau dès l’adolescence”, Pressemitteilung des Inserm, 23.06.2017 – http://presse.inserm.fr/les-omega-3-indispensables-pour-le-cerveau-des-ladolescence/28815/

Redakteurin: Laura Voisin, laura.voisin@diplomatie.gouv.fr