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Energieeffizienz

Neue Projektausschreibung: industrielle Demonstrationsanlagen für die nachhaltige Stadt

Am 8. Oktober 2015, knapp zwei Monate vor Beginn der COP21 in Paris, wurde eine weitere Initiative für den nachhaltigen Städtebau ins Leben gerufen. Die Vorzeigeprojekte zu nachhaltigem Bauen und Leben umfassen eine Reihe von Kriterien und Maßnahmen: Null CO2; umweltfreundliche, öffentliche Verkehrsmittel; erneuerbare Energien; regionale und möglichst energieeffiziente Baustoffe; regionale Lebensmittel; nachhaltige Wasserversorgung; vollständige Abfallverwertung sowie die Einbeziehung der derzeitigen und künftigen Bewohner. Nachhaltigkeit beruht auf drei Säulen: Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und sozialer Fortschritt. Das ist jedenfalls das ideale Schema.

Kälte dank Sonnenenergie: Umkehrbare Klimatisierung für Gebäude

Die Innovation „SCRIB“ (Solaire de Climatisation Réversible Intégré au Bâtiment) ermöglicht es, mit einem gebäudeintegrierten System Kälte aus Sonnenenergie zu erzeugen. In Mandelieu-la-Napoule, einer französischen Stadt im Departement Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, hat sich das Start-up Helioclim auf Solarkälteanlagen spezialisiert. Durch eine erste große Förderaktion wurden Investitionen in Höhe von 1,8 Millionen Euro gesammelt, die es dem aufsteigenden Unternehmen ermöglichten, ein erstes Pilotprojekt seiner reversiblen solaren Kühltechnik umzusetzen.

Neuartige Wasserstoffspeicherung

Die durch Kompression von N2/H2-Gemischen erhaltenen NHx-Verbindungen sind bemerkenswert und ermöglichen die Speicherung von Wasserstoff in einer Stickstoff-Käfigstruktur. Den Forschern der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien CEA, des französisches Zentrums für wissenschaftliche Forschung CNRS und der Synchrotronen ESRF [1] und SOLEIL [2] gelang hiermit ein Durchbruch in der Erforschung von Wasserstoffspeichertechnologien. Sie untersuchten die Verbindungen, die bei der Komprimierung der N2/H2-Gemische gebildet werden.

So einfach geht’s: Wasserstoff aus Wasserdampf und Elektrizität

Basierend auf einem Elektrolyseverfahren von Wasserdampf bei sehr hohen Temperaturen hat das Labor LITEN [1] der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) ein neues innovatives Wasserstoffproduktionssystem entwickelt. Diese neue leistungsstarke Methode ermöglicht die Erschließung neuer Märkte für industriell genutzten Wasserstoff und die Förderung neuer umweltfreundlicher Technologien.

Vorstellung des Aktionsprogramm für „Grünes Wachstum“

Frankreichs Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, präsentierte am 4. September 2014 den Fahrplan ihres Ministeriums für die nächsten drei Monate. Dabei prach sie sich vor allem für eine rasche Umsetzung der angestrebten Ziele und geplanten Maßnahmen für ein grünes Wachstum und den Schutz der Artenvielfalt aus.

„Linky“ hält Einzug in französische Haushalte

Im Rahmen des Programms “Investir pour la France” wurde die flächendeckende Einführung “intelligenter” Stromzähler (Smart Meter) bis 2021 angekündigt. Der Stromnetzbetreiber ERDF (ein Tochterunternehmen von EDF), der 95 Prozent des französischen Stromnetzes verwaltet, vergab den Auftrag an sechs Unternehmen. In einer ersten Phase sollen bis 2016 rund 3 Mio. Haushalte mit den neuen Geräten ausgerüstet werden. Das gesamte Investitionsvolumen wird auf 5 Mrd. Euro geschätzt und umfasst rund 35 Mio. Zähler.

Neues französisches Gesetz für die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Am 22. Juli 2014 hat die französische Nationalversammlung einen Gesetzentwurf zur Vereinfachung der Errichtung eines Infrastrukturnetzes von Ladestationen verabschiedet. Gegenwärtig obliegt dies noch der Verantwortung der Kommunen. Durch das Gesetz wird die Entscheidung zur Errichtung solcher Ladeinfrastrukturen künftig auf die nationalen Betreiber und den Staat ausgeweitet.

Neuer Aufruf zur Interessenbekundung für industrielle Innovationen in der energetischen Gebäudesanierung

Dieser Aufruf mit dem Titel “Industrielle Verfahren für die Sanierung und Errichtung von Gebäuden”, zielt auf die Förderung innovativer technischer Lösungen zur Energieeinsparung ab. Die im Rahmen dieser Projekte errichteten bzw. sanierten Gebäude sollen höhere Energieeffizienzstandards aufweisen als die gesetzlich vorgeschriebenen. Der Bewerbungszeitraum für diesen Aufruf wurde auf 30 Monate festgelegt und endet am 2. November 2016. Das Mindestbudget für ein förderfähiges Projekt liegt bei einer Million Euro. Dieser Aufruf zur Interessenbekundung ist Teil des Programms “Pilotanlagen und Technologieplattformen für erneuerbare und kohlenstoffarme Energien und grüne Chemie” des Programms für Zukunftsinvestitionen. Er wird mit 1.125 Mio € gefördert und von der ADEME durchgeführt.

Verwertung von Biogas aus Abwasserreinigungsanlagen

Die französische Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, begrüßt die Veröffentlichung der Rechtsvorschriften zur Biomethaneinspeisung in die Gasnetze. Dabei handelt es sich um Biomethan, das aus dem Klärschlamm der Abwasserbehandlungsanlagen der Gebietskörperschaften gewonnen wird.

Die fünf wichtigsten Ziele des französischen Energiewandels

In Kürze wird ein Gesetzentwurf zur Umsetzung des neuen französischen Energiemodells auf den Weg gebracht. Die Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, hat am 18. Juni 2014 im Ministerrat die wichtigsten Eckpunkte des Entwurfs vorgestellt. Der Gesetzestext definiert die künftige Energiepolitik vor dem Hintergrund des Klimawandels.