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Start-ups

Hello Tomorrow Challenge: ein Wettbewerb für Start-ups

Die Hello Tomorrow Challenge ist ein Wettbewerb für Start-ups, an dem sich die vielversprechendsten Projekte und Start-ups im Bereich Wissenschaft und Technologie beteiligen können, deren Ziel es ist, Lösungen für die dringlichsten globalen Probleme zu finden.

Messung der Luftverschmutzung durch Tauben

In Zusammenarbeit mit DigitasLbi [1] hat das französische Start-up Plume Lab die Aktion “Pigeon Air Patrol” in London durchgeführt. Zehn abgerichtete Tauben wurden mit einem Sensor von 25 Gramm und einen Standortbestimmungsgerät GPS ausgerüstet, um die Ozonkonzentration, Stickstoffdioxide und flüchtige organische Verbindungen zu messen. Ziel diese Erprobung ist es, über drei Tage den Grad der Luftverschmutzung in London in der Hauptverkehrszeit zu quantifizieren.

Frankreich europaweit führend bei Anschubfinanzierung für Start-ups

Einer Studie des Tech.eu-Portals zufolge stieg die Zahl von Investitionen in Start-ups in Frankreich seit Anfang des Jahres explosionsartig an. Zwischen Januar und Februar 2016 wurden 97 Investitionen in Start-ups registriert, gegenüber 14 im gleichen Zeitraum im Jahr 2015. Damit liegt Frankreich mit Abstand an der Spitze im europäischen Ranking, vor dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Es verzeichnet damit auch die höchste Steigerung in Europa in diesem Zeitraum.

Start-ups aus aller Welt werden in Frankreich gefördert

Fünfzig Start-ups aus aller Welt, darunter dreiundzwanzig Projektträger und Gewinner des French-Tech-Ticket-Programms [1], wurden ausgewählt, die Entwicklung ihrer jungen Unternehmen in Frankreich zu intensivieren. Am 2. März 2016 wurden sechs von ihnen in den Elysee-Palast eingeladen, um dem französischen Staatspräsidenten François Hollande ihre Projekte zu präsentieren.

Green-Tech-Inkubator wird mit 650 000 Euro gefördert

Anlässlich einer Pressekonferenz zum Thema “Green Tech” am 9. Februar 2016 kündigten die Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ségolène Royal, und der Minister für Wirtschaft, Industrie und Digitales, Emmanuel Macron, ein neues Gründerzentrum für Start-ups an. Die ersten Nachwuchsunternehmen werden über einen Gründungsfonds von 150 000 Euro finanziert. Die vielversprechendsten Projekte erhalten eine zweite Finanzierung von bis zu 500 000 Euro. Zudem stehen den Start-ups die technischen Ressourcen des Ministeriums für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie und der ihm unterstellten Einrichtungen (Météo France, französische Organisation für Umwelt- und Energiewirtschaft (ADEME), Ingenieurhochschule etc.) zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt das Ministerium über 10 Millionen Daten, die die Start-ups ebenfalls nutzen können. Diese geben Auskunft über die täglich genutzten Dienstleistungen, die durch eine Digitalisierung verbessert werden könnten. Der Inkubator wird beim Ministerium für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie angesiedelt sein.

Eine kompakte Biogasanlage für alle Arten von Substraten

Das Start-up Mini-Green Power aus Hyères (Provence-Alpes-Côte-d’Azur) hat eine neuartige Biogasanlage entwickelt, die sich für kleine und ländliche Gemeinden eignet. Das Konzept ist ein Alleskönner, der eine Vielzahl von unterschiedlichen Substraten verwerten kann: Abfälle aus der Agrarindustrie (z.B. Schalen und Kerne), Holz, Stroh, Bioabfälle aus Haushalten etc. Grundsätzlich kann die Anlage alle Arten von Biomasse verwerten, solange sie einen Feuchtigkeitsgrad von unter 60% aufweisen.

Digitale Gesundheit – die Medizin der Zukunft? 9th Berlin Conference – Digital Health Solutions

Von Kontaktlinsen, die den Blutzucker messen über Armbänder, die kontinuierlich Körperfunktionen erfassen bis hin zur Software, die dem Arzt die passende Krebstherapie für seine Patienten ermittelt – digitale Technologien sind dabei, die Gesundheitsversorgung zu revolutionieren. Aber auch in der Entwicklung neuer Therapien und Diagnostika hat eine neue Ära begonnen, wie die wachsende Anzahl von Kooperationen zwischen IT- und Gesundheitsspezialisten belegt. Experten erwarten vor allem im Bereich der Volkskrankheiten wie Diabetes und Krebs die größten Fortschritte in naher Zukunft.

Roboter als Lösung für die französische Industrie

Die Robotik spielt eine zunehmende Rolle für kleine und mittlere Unternehmen, wenn diese ihre Arbeit aufnehmen. Ziel ist es, die Start-ups auf ihrem Weg bei der Entwicklung der digitalen Industrie (Industrie 4.0) zu begleiten. 2013 wurde das Programm “ROBOT Start PME” [1] im Rahmen des Programms für Zukunftsinvestitionen eingeführt. Seitdem erhielten über 200 KMU eine Unterstützung bei der Einführung ihres ersten Roboters in ihr Unternehmen und weitere rund vierzig KMU können sich noch bis zum 31. Mai 2016 für eine solche Unterstützung anmelden.

Industrie der Zukunft und Neuausrichtung der Kompetenznetze

Die 2005 ins Leben gerufene Politik der Pôles de compétitivité (Kompetenznetze) und die zweite Etappe der im Frühjahr 2015 gestarteten Nouvelle France industrielle (neue französische Industriepolitik) gehören zu den wichtigsten Grundpfeilern der französischen Industriestrategie. Eine Reform der Politik der Pôles de compétitivité (Pdc) wird notwendig, um diese künftig mit der neuen französischen Industriepolitik verknüpfen und die neuen Kompetenzen der Regionen bei der wirtschaftlichen Entwicklung berücksichtigen zu können.

Wasserkraft auch für niedriges Gefälle dank Turbiwatt

Das französische Start-up für Kleinwasserkraftwerke, Turbiwatt, hat eine neue Turbine für niedrige Strömungsgefälle entwickelt. Kleinwasserkraft bezeichnet die Nutzung der hydraulischen Energie durch dezentrale, kleine Wasserkraftwerke. In Europa werden Anlagen bis zu einer Leistung von 10 MVA als Kleinwasserkraftwerke bezeichnet. Das Start-up hat sich auf die Entwicklung von erfolgreichen und profitablen Wasserkraftsystemen spezialisiert, die den Fokus auf die lokale Wasserkraftproduktion legen. Schleusen, Kanäle, Freizeitzentren, Teiche, Wehre, aber auch Wasseraufbereitungsanlagen (Trink- und Abwasser) und Mühlen. Systeme die bisher nie bedacht wurden, können nun auch zur Energieproduktion beitragen und effektiv genutzt werden. Turbiwatt konzentriert sich auf potenzielle Gemeinden und Unternehmen, die Gewässer mit einer Fallhöhe von 1,2 Metern haben und Energieeinsparungen erzielen möchten.