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Medizin

Armut ist in Frankreich ein kritischer Faktor für Übergewicht

Eine Studie der Agentur Santé Publique France (Esteban-Studie) hat gezeigt, dass die Zahl der Fälle von Übergewicht und Adipositas in Frankreich zwischen 2006 und 2015 stabil geblieben ist. Obwohl diese Stabilisierung eine gute Nachricht ist, sind die Zahlen noch immer zu hoch.

Omega-3-Fettsäuren bereits im Jugendalter für das Gehirn notwendig

Ein gemeinsames Forscherteam des Inserm [1] (Institut des Mittelmeers für Neurobiologie, Marseille) und des Inra [2] (Bordeaux) haben am adulten Mausmodell die Folgen eines Omega-3-Mangels seit dem Jugendalter nachgewiesen. Sie haben festgestellt, dass eine Omega-3-arme Ernährung während der Jugend im Erwachsenenalter Angstzustände und eine Verringerung der kognitiven Fähigkeiten verursachen kann.

Blockieren eines Hormons verzögert Alzheimer

Durch Blockieren des IGF-1-Rezeptors (Insuline-like growth factor) wird die Anhäufung amyloider Plaques (Eiweißablagerungen) hinausgezögert und die kognitiven Fähigkeiten bleiben länger erhalten. Eine Verminderung der Empfindlichkeit des Gehirns für Wachstumshormone könnte demzufolge Alzheimer vorbeugen.

Nasal verabreichter Impfstoff wirksamer gegen Krebs?

Nasal verabreichter Impfstoff wirksamer gegen Krebs?

Laut einer Studie von Forschern des INSERM [1] ist die nasale Verabreichung eines Impfstoffes wirksamer gegen Krebs als die herkömmliche intramuskuläre oder subkutane Verabreichungsform. Im Rahmen ihrer Studie verabreichten sie Mäusen einen therapeutischen Impfstoff gegen Tumore im Kopf und Hals. Der Impfstoff stimulierte die T-Gedächtniszellen [2] zur Bekämpfung der Krebszellen. Das Tumorwachstum konnte bei den nasal geimpften Nagern vollständig aufgehalten werden, während die Kontrolltiere nach einem Monat starben. Zum Vergleich: Der gleiche Impfstoff konnte bei intramuskulärer Verabreichung nur die Hälfte der Versuchstiere retten.

Soziale und asoziale Neuronen können die Leistungsfähigkeit beeinflussen

Soziale und asoziale Neuronen können die Leistungsfähigkeit beeinflussen

Forscher des Instituts für Neurowissenschaften der Systeme (Aix-Marseille Universität/Inserm), des Labors für soziale und kognitive Psychologie (Universität Clermont Auvergne/CNRS) und des Instituts für Neurowissenschaften von Timone (Universität Aix-Marseille/CNRS) haben die Existenz von neuen „Sozial-Neuronen“ nachgewiesen. Die Forschung hat bei Affen gezeigt, dass, je nachdem, ob das Tier eine Aufgabe allein oder in Gegenwart eines Artgenossen löst, verschiedene Neuronen aktiviert werden.

Hustensaft zur Vorbeugung gegen Schlaganfall

Die Inserm-Einheit “Pathophysiologie und Bildgebung von neurologischen Erkrankungen” (Caen) hat gezeigt, dass N-Acetylcystein (ACC) wirksam gegen Schlaganfälle sein könnte. Normalerweise ist diese Aminosäure in Hustensäften enthalten.

ONERA und VitaDX arbeiten zusammen an der Früherkennung von Blasenkrebs

ONERA und VitaDX arbeiten zusammen an der Früherkennung von Blasenkrebs

Am 26. April 2017 haben VitaDX, das im April 2015 gegründete Start-up des Instituts für molekulare Wissenschaften in Orsay (ISMO) und des Kremlin-Bicêtre-Krankenhauses, und die französische Studien- und Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt (ONERA) mit der Unterstützung der Gesellschaft für die Beschleunigung des Technologietransfers (SATT) von Paris-Saclay ihre Kooperation zur Früherkennung von Blasenkrebs gestartet.

Entdeckung eines Biomarkers zur Identifizierung der ruhenden Zellen des HIV

Französische Forscher des CNRS und der Universität Montpellier haben einen Biomarker identifiziert, der die Differenzierung zwischen Schläfer-Zellen mit HIV und gesunden Zellen ermöglicht. Mit dieser Entdeckung können die sogenannten „Reservoir-Zellen“ [1] isoliert und analysiert werden. Diese Zellen sind verantwortlich für die Viruspersistenz, da durch sie die Viruslast des Patienten unter der Nachweisgrenze verbleibt. Dieses Ergebnis ebnet den Weg für neue therapeutische Ansätze.

Depressionen und Entzündungen – besteht ein Zusammenhang?

Depressionen und Entzündungen – besteht ein Zusammenhang?

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen unter Depressionen, eine Zahl, die auch eine große Herausforderung für unser Gesundheitssystem darstellt. Häufig wird zwischen physischen und psychischen Krankheiten unterschieden. Forscher kommen jedoch immer mehr zu dem Schluss, dass diese Grenze deutlich fließender ist als erwartet. Zudem kristallisiert sich ein immer deutlicherer Zusammenhang zwischen Depressionen und entzündlichen Erkrankungen heraus. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass viele an Depression leidende Patienten nicht auf die üblichen Medikamente ansprechen, ist der entzündungstherapeutische Ansatz sehr vielversprechend. Die meisten derzeit verfügbaren Antidepressiva erhöhen den Serotonin-Spiegel und verursachen erhebliche Nebenwirkungen.

Deutsch-französisch-schweizerisches Projekt am Oberrhein zur Verbesserung von Transplantationen

Deutsch-französisch-schweizerisches Projekt am Oberrhein zur Verbesserung von Transplantationen

Die Universität Straßburg und die Universitätskliniken von Freiburg, Heidelberg, Mainz und Basel (Schweiz) sind am 17. Januar 2017 in Straßburg im Rahmen des Projekts TRIDIAG eine neue grenzüberschreitende Partnerschaft eingegangen. Das Ziel dieses Projekts ist es, neue klinische und technologische Diagnoseinstrumente für Transplantationen zu entwickeln und zu bestätigen, um die Überlebenschance langfristig zu steigern.