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Gesundheit

PREIS FORCHEURS JEAN-MARIE LEHN 2021 für deutsch-französische Kooperationen. Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen wurde bis zum 19. Juli 2021 verlängert

PREIS FORCHEURS JEAN-MARIE LEHN 2021 für deutsch-französische Kooperationen. Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen wurde bis zum 19. Juli 2021 verlängert

Der aus dem deutschen Wort Forscher und dem französischen Wort chercheur gebildete Neologismus Forcheur, der von dem gleichnamigen Werk von Gérard Foussier übernommen wurde, bezeichnet Forscher/-innen, die täglich beiderseits des Rheins zusammenarbeiten. Die Französische Botschaft in Deutschland und die Deutsch-Französische Hochschule organisieren in Partnerschaft mit Sanofi Deutschland und BASF Frankreich jedes Jahr die Verleihung des Preises Forcheurs Jean-Marie Lehn an ein deutsch-französisches Tandem von Nachwuchsforschern/-innen, mit dem ihre herausragende Kooperationsleistung in den Bereichen Chemie, Gesundheit und Pharmakologie gewürdigt werden soll. Dieser sinnbildliche Name verdeutlicht das erklärte Ziel, eine engere Zusammenarbeit der deutschen und der französischen Wissenschaftsgemeinschaft zu fördern. Der Preis steht zudem unter der Schirmherrschaft des Nobelpreisträgers für Chemie 1987, Prof. Jean-Marie Lehn.

Ein Rückblick auf die Karriere von Stefan Pfister, Gewinner des Prix de l’Arc 2021

Ein Rückblick auf die Karriere von Stefan Pfister, Gewinner des Prix de l’Arc 2021

Die Preisverleihung der ARC für Stefan Pfister fand am 30. März in der französischen Botschaft in Berlin statt. Botschafterin Anne-Marie Descôtes überreichte den Preis an Stefan Pfister. „Eine europaweite Kooperation ist bei der Krebsforschung unerlässlich und gelungene private Initiativen wie der Léopold-Griffuel-Preis sind ungemein wichtig, um den Fortschritt im öffentlichen Gesundheitswesen zu unterstützen und voranzubringen“, sagte die Botschafterin. „Der Léopold-Griffuel-Preis der ARC- Stiftung, die jedes Jahr mehr als 26 Millionen Euro für Forschungsprojekte bereitstellt, ist einer der wichtigsten Preise in Europa auf dem Gebiet der Krebsforschung. Professor Pfisters Forschung in der pädiatrischen Onkologie hat zu einem besseren Verständnis der Biologie von Hirntumoren bei Kindern geführt und dazu beigetragen, die klinische Behandlung und die Lebenserwartung dieser jungen Patienten zu verbessern. Dies ist ein perfektes Beispiel für den Nutzen der Grundlagenforschung zum Wohle der Menschheit.“

Frankreich: Neuer Bericht des Instituts für nachhaltige Entwicklung und internationale Beziehungen (IDDRI): Auf dem Weg zu einem gerechten Wandel im Lebensmittelsektor

Frankreich: Neuer Bericht des Instituts für nachhaltige Entwicklung und internationale Beziehungen (IDDRI): Auf dem Weg zu einem gerechten Wandel im Lebensmittelsektor

In einem neuen, am 24. März 2021 vorgestellten Bericht hat das von den französischen Ministerien für ökologischen Wandel und für Landwirtschaft finanzierte Institut für nachhaltige Entwicklung und internationale Beziehungen (IDDRI) einen “gerechten Wandel” im französischen und europäischen Lebensmittelsektor modellhaft dargestellt, mit dem die Klimaziele des Sektors erfüllt und gleichzeitig seine verschiedenen, insbesondere sozioökonomischen Auswirkungen begrenzt würden. Ihre Schlussfolgerungen weisen auf ein “multifunktionales” Szenario hin, das sowohl den Anforderungen an den Klimaschutz, die Gesundheit, die Biodiversität und die Beschäftigung gerecht wird. In einem nächsten Schritt muss ein politischer Rahmen geschaffen werden, um diesen Wandel in konkrete Bahnen zu lenken.

Der renommierte Léopold-Griffuel-Preis geht 2021 an den Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg, Stefan Pfister, für seine Arbeiten zu Hirntumoren bei Kindern.

Der renommierte Léopold-Griffuel-Preis geht 2021 an den Direktor des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg, Stefan Pfister, für seine Arbeiten zu Hirntumoren bei Kindern.

Stefan Pfister und sein Kollege Michael Taylor vom Sick Kids Hospital in Toronto (Kanada) sind die Preisträger des zum 49. Mal vergebenen Léopold Griffuel-Preises in der Kategorie Grundlagenforschung. Der Preis wird von der Association pour la Recherche sur le Cancer (ARC – Verein für Krebsforschung) vergeben und würdigt ihre gemeinsamen Forschungsarbeiten.

Verbreitung von Covid-19 durch Genomanalyse besser verstehen

Verbreitung von Covid-19 durch Genomanalyse besser verstehen

Derzeit wird viel über den Nutzen der Sequenzierung von SARS-CoV-2-Viren infizierter Patienten diskutiert. Eine Perspektive, die von einem Forscher des Labors für Infektionskrankheiten und Vektoren: Ökologie, Genetik, Evolution und Kontrolle (MIVEGEC – CNRS / IRD / Universität Montpellier) verfasst und in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde, verdeutlicht, wie die Analyse dieser Genome “Superspreading”-Events erkennen und verstehen kann, bei denen eine Person viele andere infiziert. Die Sequenzanalyse ist potenziell billiger als die Kontaktverfolgung, aber auch weniger eingreifend.

Eine Open-Source-Mobilanwendung zur automatischen Erkennung von Antibiotikaresistenzen

Eine Open-Source-Mobilanwendung zur automatischen Erkennung von Antibiotikaresistenzen

Französische Forscher haben eine mobile Anwendung entwickelt, um die Automaten zu ersetzen, die Antibiogramme auswerten, welche dazu dienen, die Empfindlichkeit eines Bakterienstamms gegenüber einem Antibiotikum zu testen. Dieses Open-Source-Tool ist für Labortechniker in Entwicklungsländern gedacht, die immer noch schlecht ausgestattet sind.

Startschuss für den Strategischen Rat für die Gesundheitswirtschaft 2021: Frankreich soll zur führenden und innovativsten Nation Europas im Gesundheitssektor werden

Startschuss für den Strategischen Rat für die Gesundheitswirtschaft 2021: Frankreich soll zur führenden und innovativsten Nation Europas im Gesundheitssektor werden

Gesundheitsminister Olivier Véran, Forschungs- und Innovationsministerin Frédérique Vidal und Vize-Ministerin für Industrie Agnès Pannier-Runacher haben am 11. Februar den Strategischen Rat für die Gesundheitswirtschaft 2021 (C.S.I.S.) ins Leben gerufen. Ziel des diesjährigen Rates ist es, vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen gestiegenen Herausforderungen Frankreich zur führenden und innovativsten europäischen Nation im Gesundheitssektor zu machen.

Frankreich beschließt Zehnjahresplan zur Krebsbekämpfung

Frankreich beschließt Zehnjahresplan zur Krebsbekämpfung

Am Donnerstag, den 4. Februar 2021, stellte der französische Staatspräsident anlässlich des Weltkrebstages die Zehnjahresstrategie zur Krebsbekämpfung 2021-2030 vor. Diese Strategie wird vom Institut national du cancer koordiniert und verfügt für ihre erste Roadmap 2021-2025 über ein Budget von 1,74 Mrd. €, d. h. eine Steigerung um 20 % gegenüber dem Krebsplan 2014-2019. Dies ist der vierte Krebsplan, der von der französischen Regierung auf den Weg gebracht wird.

Covid-19: „Obépine“ stellt seine Abwasserdaten online für einen unverfälschten Blick auf die Epidemie in Frankreich

Covid-19: „Obépine“ stellt seine Abwasserdaten online für einen unverfälschten Blick auf die Epidemie in Frankreich

Am 25. Januar 2021 stellte das Obépine-Netzwerk, das sich der Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser widmet, Daten von rund 40 Kläranlagen online zur Verfügung. Basierend auf einem strengen Protokoll zur Messung der Viruskonzentration im Abwasser am Eingang von Kläranlagen könnte der Obépine-Indikator endlich einen genauen und unvoreingenommenen Blick auf die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung ermöglichen.

Herkunft von Covid-19: Der Nerz ist laut neuesten Forschungen der wahrscheinlichste Zwischenwirt?

Herkunft von Covid-19: Der Nerz ist laut neuesten Forschungen der wahrscheinlichste Zwischenwirt?

Die Entstehung von Covid-19 in einer Pelzfarm – insbesondere bei Nerzen – erscheint zunehmend plausibel, wie die Untersuchung des Magazins Reporterre zeigt. Den Ermittlern zufolge waren die Stämme, die für die beiden Seuchenwellen, die Europa heimsuchten, verantwortlich waren, in unmittelbarer Nähe großer Nerzfarmen aufgetreten. In einem am 8. Januar 2021 in Science erschienenen Artikel wird die Notwendigkeit bekräfigt, die Verbindung zwischen Covid und Nerzen zu untersuchen.